Wetter
Do.
-4°C
Wetter
Fr.
-9°C

23. Juni 2008 18:45 Uhr

Warum "Imagine" in einen Gottesdienst passt

Passen Lieder wie "Imagine" von John Lennon oder "Ich wär' so gerne Millionär" in einen Gottesdienst? Ja, meinen offenbar die weitaus meisten der knapp 1000 Besucher der zweiten Rockmesse im Park des Friedberger Pallottiheims. Darauf deutete ihr großer Beifall am Ende hin. Von Andreas Schmidt

Warum "Imagine" in einen Gottesdienst passt
Foto: ALFA

Der Zelebrant, Pallottiner-Pater Steffen Brühl, sprach zuvor offen an, dass solche Songs bei früheren Rockmessen nicht ausschließlich auf Begeisterung gestoßen waren. Schließlich sind sie von den Songschreibern nicht für den kirchlichen Gebrauch gedacht. Doch mit christlichem Hintergrund verstanden, bekämen diese Lieder eine andere Bedeutung, verdeutlichte der Pallottiner-Pater.

In "Imagine" geht es ja um den Traum von einer besseren Welt. Und "Ich wär' so gerne Millionär" passte gut zum Thema des Gottesdienstes, dass Geld allein ein Leben nicht gelingen lässt. Zum Sanctus gab es auch ein ganz normales, wenn auch rhythmisches Kirchenlied vom Jugendchor Derching zu hören.

ANZEIGE

Mit der Liedauswahl hatte sich Organisator Diakon Stefan Buser und das junge Vorbereitungsteam viel Mühe gegeben. Ein guter Griff war Buser mit den beiden engagierten Bands "Soulicious" und "VoiceNet" geglückt. "Soulicious" stimmten vor der Messe unter anderem mit "Summertime" ein. Passend dazu verzogen sich dunkle Wolken. Sängerin Sabrina Scharm bewies auch später während der Messe mit ihrer starken Stimme viel Seele. Es war für sie der erste Auftritt bei einer Rockmesse. Ungewohnt war für sie nur, dass die Zuhörer so weit weg von der Bühne saßen. "Schöne Lieder, die zu Herzen gehen und passen", meinte sie über die Auswahl für den Gottesdienst. Als Sabrina Scharm "Imagine" sang, hakten sich die Besucher gegenseitig unter.

Welche Klangfülle auch ohne Instrumente möglich ist, bewiesen schon zum Gottesdienstbeginn die vier Sänger von VoiceNet mit "Let Me Entertain You". Ein rasanter Einstieg. Vor der Gabenbereitung kehrte mit "Nothin Else Matters" von Metallica besinnliche Stimmung ein.

Mit einer Spielszene wurde der biblische Zöllner Zachäus in die Gegenwart geholt. Der junge Darsteller eines Neureichen ließ sich in einem Porsche vorfahren. "Die wirklich wichtigen Dinge im Leben lassen sich nicht kaufen", betonte Pater Brühl in seiner Predigt. Wobei der Provinzökonom der Pallottiner Geld nicht verteufelte. Aber man müsse damit verantwortungsvoll umgehen. Sinn macht für den Pater ein am Guten ausgerichtetes Leben.

Ungewöhnlich bei der Rockmesse war auch das Vaterunser. Als syrisch-orthodoxer Christ sprach es Habip Demir - der u. a. mit Döner für die Bewirtung sorgte - auf Aramäisch, der Muttersprache Jesu.

Nach der stimmungsvollen Rockmesse war dann in dem Park weiter für Stimmung gesorgt. Die Band VoiceNet hatte noch viel zu bieten und auch "Soulicious" boten noch Zugaben. »Aufgefallen

Die nächste Rockmesse ist in der Friedberger Stadtpfarrkirche St. Jakob im kommenden Herbst, am Sonntag, 23. November, ab 18.30 Uhr.

Bei uns im Internet

Viele Schnappschüsse von der Rockmesse unter friedberger-allgemeine.de/bilder

Artikel kommentieren

Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Anzeige

Pistenreport Saison 2011/12


Veranstaltungen vom 09.02.2012
Mitmachen und gewinnen

Unkraut in Friedberg
Nimmt das Unkraut in Friedberg überhand?


Adressen für Ihre Gesundheit

Adressen für Ihre Gesundheit

Partnersuche