Mittwoch, 13. Dezember 2017

10. August 2016 20:00 Uhr

Musik

Weltpremiere für Opernfans in Mering

Beim Papiertheater-Festival stehen im Oktober an drei Tagen 13 Aufführungen auf dem Programm. Die Zauberflöte wird mit Livemusik vom Kammerorchester begleitet. Auch aus Dänemark sind Vorführer dabei. Von Peter Stöbich

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Ferien sind ein Fremdwort für Christine Schenk und Benno Mitschka vom Meringer Papiertheater. Denn nach der Sommerpause haben die Betreiber der Miniatur-Opernbühne an der Augsburger Straße ein Projekt geplant, das im ganzen Landkreis einmalig ist: „Unser gemeinnütziger Verein Opera in stellis organisiert die weltweit ersten Opernfestspiele für Papiertheater“, kündigt das Paar an.

Es hat momentan alle Hände voll zu tun für die 13 Aufführungen vom 7. bis 9. Oktober: Dekoration und Werbeflyer gestalten, Einladungen verschicken, Essen und Musik organisieren, nicht zuletzt wollen Schenk und Mitschka mit ihren Söhnen Benedikt und Maximilian selbst mitspielen.

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Bei der Planung kam die Schließung des Bürgerzentrums Schlossmühle aufgrund statischer Probleme höchst ungelegen, denn dort hätten einige Gastspiele auswärtiger Bühnen stattfinden sollen. „Zum Glück können wir jetzt in die Luitpoldschule ausweichen“, freut sich Mitschka; weitere Spielorte sind das Papst-Johannes-Haus und das kleine Opernhaus „Multum in parvo“. Seit es seinen Spielbetrieb im September 2014 eröffnet hat, kommen Zuschauer regelmäßig sogar bis aus Ingolstadt und München, um sich von dieser besonderen Kunstform bezaubern zu lassen. „Es ist uns ein großes Anliegen, auch junge Leute für die Oper zu begeistern“, sagt Christine Schenk. Ihr Theater ist seit Kurzem Mitglied bei der Regio Augsburg und profitiert heuer auch vom Shakespeare-Jahr, denn 2016 jährt sich der Todestag des englischen Dramatikers und Dichters William Shakespeare zum 400. Mal.

Mit Mozarts Zauberflöte nimmt die Meringer Bühne nach den Sommerferien ihren Spielbetrieb wieder auf. Die Vorstellungen finden am 9. und 10. September jeweils um 19 Uhr, am 11. September mit Brunch um 11 Uhr statt. Am 18. September um 11 Uhr wird es mit „Macbeth“ von Giuseppe Verdi eine Premiere sowie eine interessante Ausstellung mit Kulissen und Szenen geben. Trickreiche Computertechnik, moderne LED-Beleuchtung und Nebelmaschine – alles ist wie in einem großen Theater, nur die Figuren und der Zuschauerraum sind wesentlich kleiner. „Doch unser technischer Aufwand steht dem eines echten Opernhauses kaum nach“, stellt das Paar fest, „allein in der Zauberflöte gibt es ein Dutzend Bühnenbilder mit 94 Figuren.“

Die Festspiele am Freitag, 7. Oktober, werden um 18 Uhr in der Luitpoldschule eröffnet. Das dänische „Papirteatret Meklenborg“ zeigt die Richard-Strauss-Oper „Der Rosenkavalier“. Tags darauf stehen gleich mehrere Aufführungen auf dem Spielplan: Um 11 Uhr spielt das Papiertheater an der Augsburger Straße Macbeth, um 14.30 Uhr bringt eine Frankfurter Bühne in der Luitpoldschule Puccinis „Madame Butterfly“ und um 16 Uhr zeigt ein Nürnberger Theater ebenfalls in der Schule „Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing.

Jeweils um 18 Uhr geht es am Samstag, 8. Oktober, in drei Räumen der Schule weiter mit „Frau Luna“ von Paul Lincke, „Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach und „Madame Butterfly“. Für die Zuschauer gibt es anschließend ein gemeinsames Essen, das Bedienungen in Kostümen der 1920er-Jahre servieren werden. Dazu passend hat Benno Mitschka eine spezielle Dekoration entworfen, die auf das Luftschiff „Graf Zeppelin“ und den Orientexpress Bezug nimmt.

Die weiteren Vorstellungen: Frau Luna und Orpheus im Doppelpack am Sonntag, 9. Oktober, um 11 Uhr in der Schule, zur selben Zeit am selben Ort mit anschließendem Brunch Rosenkavalier, Zar und Zimmermann sowie „Die Favoritin“ von Gaetano Donizetti. Den krönenden Abschluss des Festivals bilden zwei Aufführungen im Papst Johannes-Haus: „Um 14.30 und um 16 Uhr spielen wir die Zauberflöte“, kündigt Mitschka an. Dabei wird die Musik, nicht wie sonst, aus der Konserve kommen, sondern live vom Königsbrunner Kammerorchester gespielt – für alle Opernfans sicher ein ganz besonderes Erlebnis.

Um 19 Uhr gibt es im Papst Johannes-Haus dann noch einen ukrainischen Abend mit Auszügen aus einer Oper von Mykola Leontovich. Karten für die Veranstaltungen zwischen zehn und 20 Euro sind ab sofort im Papiertheater am Meringer Kreisverkehr erhältlich.

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