Mit einem Sicherheitshandschuh treten Christopher Römmelmayer und Florian Aurich bei „Jugend forscht“ an

Friedberg Christopher Römmelmayer und Florian Aurich haben viel gemeinsam – nur eines nicht: Während Christopher nun schon das fünfte Mal bei „Jugend forscht“ mitmacht und damit schon fast ein alter Hase ist, hat Florian am Donnerstag sein Debüt. Beim Regionalwettbewerb Schwaben in Augsburg treten die beiden mit einem selbst entwickelten Handschuh an, der Elektriker vor Stromschlägen schützen soll.
Den beiden Bastlern war bei der Entwicklung ihres Projekts eines besonders wichtig: „Es muss alltagstauglich sein“, sagt Christopher. Denn im Alltag kam auch die Idee für den weißen Handschuh zustande, der verhindern soll, dass es beim Tüfteln an Stromleitungen gefährlich wird. In monatelanger Kleinarbeit haben die beiden seither Schaltpläne gezeichnet, Platinen geätzt und ihr Versuchsobjekt getestet.
Der Handschuh besteht, genau betrachtet, aus mehreren Modulen: In den Baumwollstoff eingenäht sind dünne Litzen, die mit einem Empfänger verbunden sind. Erkennt er einen Stromfluss, meldet er es weiter an einen Sender. „Dies wäre der Fall, wenn man mit dem Handschuh beispielsweise einer Steckdose zu nahe kommt“, erklärt Christopher.
Der eingebaute Sender registriert die Stromquelle und funkt die Information an ein zweites Gerät: die Auslöseeinheit. Sie ist in Form einer kleinen Box an eine beliebige Steckdose angeschlossen. In der Box wird nun eine Leitungsstörung simuliert, sodass der Schalter im Sicherungskasten herausfliegt und kein Strom mehr fließt. Der Tüftler bleibt unverletzt.
Kein Fingerspitzengefühl in Plastikhandschuhen
Damit die Sicherheitsvorrichtung nicht bei der Arbeit stört, haben Christopher und Florian sich für einen Handschuh aus Baumwolle entschieden. „In Plastikhandschuhen hat man kein Fingerspitzengefühl. Dabei braucht man das ganz besonders, wenn man mit Strom arbeitet“, sagt Christopher. Für den Wettbewerb am Donnerstag rechnen sie sich gute Chancen aus: „Wenn wir die Einzigen sind, die ein derartiges Projekt haben, könnte es schon etwas werden“, vermutet Christopher.
Einzige Teilnehmer des Friedberger Gymnasiums
Nach seinen vier Teilnahmen kennt er die Abläufe an diesem Tag und verlässt sich auf die Erfahrung. „In erster Linie machen wir mit, weil wir Spaß am Basteln haben“, sagt Florian. Die beiden sind in diesem Jahr die einzigen Schüler des Wernher-von-Braun-Gymnasiums, die teilnehmen. Das aber ermutigt die beiden: „Wir halten die Fahne hoch.“
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