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10. August 2009 05:06 Uhr

Wie ein Ufo über Mering

Mering Graffiti und Streetart haben ein Imageproblem. Das Hinterlassen von sozialen Kommentaren, Bildern oder einfach dem eigenen Pseudonym an Wänden und Gegenständen des öffentlichen Raumes wird nicht selten als "Schmiererei" und Vandalismus verstanden, und ist zudem meist illegal. Von Manuela Rieger

Wie ein Ufo über Mering
Foto: ALFA

Dass diese Art der Gestaltung auch beeindruckend und keinesfalls negativ sein kann, bewiesen Mitglieder der Graffitigruppe "Die Bunten" auf dem Marktplatz in Mering. Zu diesem Treffen spielten drei Musikformationen, die das Publikum begeisterten. Dass sich Einige vehement durch diesen "Lärm" gestört fühlten, stieß auf allgemeines Unverständnis nicht nur bei den Organisatoren.

Starker Farbgeruch

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Zugegeben - so ganz legal sieht das nicht aus, was Flo, André und shade da fabrizieren: Mit Sprühdosen in der Hand machen sie sich an den drei Seiten eines mit Stoff umspannten Holzrahmens zu schaffen. Dass die Mitglieder der Bunten hier schon eine ganze Weile arbeiten, ist am starken Farbgeruch auszumachen. Weil auch ihnen die Sache nicht ganz geheuer war, kam anfangs sogar die Polizei vorbei, um nach dem Rechten zu sehen. Die jungen Männer sprühten nämlich Graffiti, ganz unbehelligt und wohlwollend bestaunt. Jedoch sprayten die Drei - wie die ganze Gruppe - nicht illegal, sondern mit Unterstützung von Mering Aktuell und Genehmigung der Gemeinde Mering.

In luftiger Höhe

Das Rudolf-Diesel-Gymnasium stellte die Stoffbahnen zur Verfügung, und den Holzrahmen durften die Organisatoren vom Meringer Podium in der Maßschreinerei Wankmüller zusammenschrauben. Und weil der Inhaber der Schreinerei, Robert Wankmüller, auch Feuerwehrkommandant ist, wurde der fertige Lampion mit der Drehleiter in luftige Höhen gehoben und leuchtete über dem Marktplatz. Künftig werden die einzelnen Stoffbahnen im Gymnasium zu bewundern sein.

Den ganzen Nachmittag überzeugten die vier ambitionierten Amateurmusiker der Gruppe Hot Exit die Schaulustigen, bevor für die Jüngeren unter dem Publikum "Musikverein SM" und "Jack of Diamonds" die Stimmung anheizte. Die Jugend nahm die Aufforderung gerne an und schwang die Hüften. Und der Graffiti-Workshop von Daniel Tröster war ein Anziehungspunkt für Jung und Alt.

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