Der Countdown ist beendet, der Start geglückt. Die music4life-Bewegung ist mit einem tollen Festival erfolgreich angelaufen. Viele Besucher waren am Freitag auf dem Gelände der Firma Segmüller, um sich die verschiedenen Showacts anzusehen und an den Ständen ein abwechslungsreiches Programm zu erleben.
Die Cheerleaders der Augsburg Raptors sorgten gleich zu Beginn für gute Stimmung auf der Bühne. Anschließend begrüßte Initiator Stefan Kuehn zusammen mit seiner Kollegin Martina Bolvary die Zuschauer und erklärte, was er mit seinem neuartigen Hilfsprojekt bewirken möchte. Auf der Homepage www.music4life.com kann jeder, der etwas für Kinder tut, seinen Beitrag hochladen und ein Teil der Bewegung werden. Auf der Bühne waren auch zwei 13-jährige Mädchen aus dem Kosovo, Linda und Dona, mit großem Gesangstalent. In ihrer Heimat leben sie in ärmlichen Verhältnissen, müssen sich zu siebt ein Zimmer teilen und jeden Tag 8,5 Kilometer zur Schule laufen. Solchen Kindern will Kuehn helfen. Deswegen hat er mit den Mädchen ein Musikvideo aufgenommen und es auf seine Homepage gestellt. Mit jedem Klick auf das Video erhöht sich die Chance, dass ein Produzent auf die Zwillinge aufmerksam wird.
Nach einer beeindruckenden Rede des Prinzen Mukadi aus dem Königreich Benin/Abomey, der sich bereit erklärt hat, das Projekt zu unterstützen, und der eine Brücke zwischen Afrika und Europa schlagen möchte, kamen Literaturpreisträger Erich Pfefferlen und Märchenbuchautor Dieter Fleischhauer auf die Bühne. Sie luden die Kinder aus dem Publikum zu Workshops ein, dort konnten sie eigene Gedichte schreiben oder Bilder malen.
Im Anschluss zeigten Kampfsportler aus dem Taekwondo-Center aus Augsburg/Pfersee unter Leitung von Oliver Reuter ihr Können, demonstrierten Technik und bewiesen Schlagkraft. Der Zauberer Magic Martin holte sich für seine Tricks Unterstützung und begeisterte vor allem das junge Publikum.
Für musikalische Unterhaltung sorgten die Tänzer Sehat, Admir und Kadir, die zu live gemixter Musik eine für das Festival einstudierte Choreografie zeigten. Augsburgs beste Schülerband hotstuff rockte die Bühne zwischen den anderen Auftritten. Vor allem der 15-jährige Franz überraschte mit seiner "Rockröhre".
Highlight des Nachmittags war aber Show-Artist Mr. Marcus aus New Jersey, der sich nicht nur als Meister des Einrads erwies. Er fuhr auf einem vier Meter hohen "unicycle of death" und brachte als perfekter Entertainer das Publikum mit einer Mischung aus Englisch und Deutsch zum Lachen und Staunen.
Info Alle, die es bisher nicht geschafft haben, das Festival zu besuchen, haben am heutigen Samstag ab 11.30 Uhr dazu Gelegenheit.
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