Sonntag, 17. Dezember 2017

24. November 2016 07:03 Uhr

Radball

Kissinger Duo ärgert den Weltmeister

Thomas Kieferle und Martin Egarter werden überraschend zum Ländervergleich mit den Teams aus Österreich und der Schweiz eingeladen und sorgen am Zürichsee für Aufsehen Von Wolfgang Tippner

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Im Spiel gegen die Weltmeister aus Österreich hielten die Kissinger Martin Egarter (rechts) und Thomas Kieferle (Zweiter von rechts) ausgezeichnet mit und verloren am Ende nur knapp mit 5:6 Toren.
Foto: Tippner

Völlig überraschend wurden die Kissinger Radballer Thomas Kieferle und Martin Egarter zum wichtigsten Ländervergleich, den es in der Hallenradsportwelt gibt, von der Bundessportleitung des BDR (Bund Deutscher Radfahrer) eingeladen. Ausgetragen wurde dieser hochklassige Ländervergleich, der eine Art Generalprobe für die Weltmeisterschaften 2016 war, in Hombrechtikon, einer Gemeinde im Kanton Zürich, am Zürichsee gelegen. Während die deutsche Kunstradstaffel in voller Stärke – also mit allen Weltmeistern angetreten war – disponierten die Radballer anders und nominierten zwei Perspektiv-Teams aus Ailingen und vom RSV Kissing. Auch Österreich und die Schweiz schickten neben ihren stärksten Vertretern je ein Perspektiv-Team. Österreich nominierte neben den dreifachen Weltmeistern Markus Pröll, Patrick Schnetzer, den U23-Europameister Stefan Feuerstein, Kevin Bachmann und die Schweiz startete mit Ex-Weltmeister Dominik Planzer, Roman Schneider und der dritten Schweizer Kraft, den Brüdern Benjamin und Severin Waibel.

Es war also nicht nur eine Ehre, auch eine ziemliche Bürde, schließlich hätten die deutschen Perspektivteams kräftig unter die Räder kommen können.

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Der Vergleich wurde mit dem Spiel Schweiz I gegen Kissing eröffnet. Das war für Kissing nicht leicht, ging es doch gegen die schussgewaltigen Vize- Weltmeister gleich in die Vollen. Kissing spielt offen mit und während sich Thomas Kieferle die Lunge aus dem Leib fuhr, entschärfte Martin Egarter einen Schuss nach dem anderen. Gegen das 0:1 von Dominik Planzer, war allerdings kein Kraut gewachsen. Völlig überraschend kam Kissing durch eine blitzsaubere Kombination zum 1:1, auch das 1:2 konnten die Kissinger zum 2:2 egalisieren. Beim folgenden 2:3 aus RSV-Sicht ließen die Eidgenossen Kissing klassisch aussteigen. Dann ein Schweizer Lattenknaller und Martin Egarter reagierte am besten, bekam den Ball vors leere Schweizer Tor, wurde aber von Roman Schneider hart runter gefahren. Da gleichzeitig das deutsche Tor krachend umfiel, war der Schiedsrichter abgelenkt, entschied auf Abschlag und es blieb beim 2:3.

Das zweite Spiel der Kissinger ging gegen Österreich II. Thomas Kieferle hatte doch gegen Schweiz I einige Körner gelassen und so entwischte Stefan Feuerstein mehrfach der Bewachung, was der U23-Europameister zu einer klaren 6:2-Führung nutzte. Kissing verkürzte noch auf 4:6, mehr aber war nicht drin.

Nach einer längeren Pause bekamen es Kieferle/Egarter mit dem amtierenden Welt- und Europameister und Weltpokalsieger Österreich I zu tun. 2009 kam es schon mal zu dieser Begegnung beim U19-EM-Finale – damals siegte Österreich knapp mit 5:4. Seitdem wurde Patrik Schnetzer an der Seite von Dietmar Schneider der jüngste Weltmeister und noch dreimal mit seinem jetzigen Partner Markus Bröll. Die absolute Stärke der Österreicher sind die traumhafte Kombinationsfähigkeit, ihre Eckbälle und die Kunst immer, egal wie der Ball liegt, hart und präzise zu schießen. 2009 resultierten die fünf Kissinger Gegentore allesamt aus Eckbällen.

Österreich I nahm die jungen Kissinger wohl nicht ganz ernst, denn Kieferle/Egarter konnten bis zum 5:5 jede österreichische Führung postwendend ausgleichen. Die Zuschauer waren begeistert und Kissing wurde kräftig angefeuert, selbst der Hallensprecher lobte den Zweitligisten. Es war noch 1:30 Minuten zu spielen, als die Weltmeister noch eine Schippe drauflegten und mit einem Schuss wie ein Strich und dem 6:5 dem munteren Treiben ein Ende setzte. In diesem Spiel konnten die Kissinger drei Eckbälle unterbringen und Österreich keinen. Selten waren Verlierer so stolz wie die beiden Kissinger Thomas Kieferle und Martin Egarter.

Zum Ende ging es noch gegen die Schweizer Brüder Waibel. Auch hier war es ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem Kissing immer einem Rückstand hinterher fuhr. Kissing haderte etwas mit den Entscheidungen des Kommissärs und fühlte sich bei der 3:4-Niederlage etwas benachteiligt. Mit dem Schlusspfiff überwog aber das Gefühl, dem Publikum einen tollen Sport geboten zu haben.

Im Spiel der Spiele siegte schließlich Österreich I gegen die Schweiz I mit 7:3. Im Radball erzielten Österreich und die Schweiz je zehn Punkte, Deutschland deren vier. Im Kunstrad siegte Deutschland mit 39 Punkten vor der Schweiz mit 22 Punkten und Österreich mit zwölf Punkten.

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