Auf dem Platz des TSV Friedberg treibt ein Maulwurf sein Unwesen – und stellt die Verantwortlichen vor einige Probleme. Eventuell muss der Kammerjäger eingreifen Von Peter Kleist

Kinder finden ihn toll – „Pauli“, den Maulwurf aus der Feder des tschechischen Zeichners Zdenek Miler. Seit den 60er Jahren bringt der kleine putzige Kerl in vielen Filmen sein Publikum zum Lachen, doch danach ist den Fußballern des TSV Friedberg derzeit eher nicht zumute. Denn „Pauli“ in Natura sorgt momentan auf dem Hauptfeld des Bezirksligisten für Ärger: Von drei Seiten gräbt sich der Wühler in den Platz. Im südwestlichen Eck an der Bahndammseite hat sich der Insektenfresser mittlerweile bis ans Eck des Strafraums vorgearbeitet. Über 30 Haufen „zieren“ jetzt diesen Bereich. Und je mehr sich der oder wohl eher die Maulwürfe ausbreiten, umso komplizierter werden die Anstrengungen, die buddelnden Gesellen wieder los zu werden. „Wir haben Ende Oktober, anfang November Bescheid gesagt, dass es ein Maulwurfproblem gibt, doch die Versuch, das zu lösen, waren offensichtlich ein wenig halbherzig“, erklärt Fußballabteilungsleiter Marcus Mendel. Die Versuche, „Pauli“ mit Trockeneis zu vergrämen, waren jedenfalls nicht von Erfolg gekrönt. „Wir haben das Problem vielleicht unterschätzt und ein bisschen zu lange zugeschaut“, räumt auch Jürgen Grötsch, der 2. Vorsitzende des TSV, der für den Sportstättenunterhalt zuständig ist, ein. „Wir werden nun in jedem Fall noch einen Versuch mit Fallen starten, und wenn der nicht klappt, dann müssen wir die Angelegenheit wohl in die Hände von Profis geben“, so Grötsch weiter.
Sobald frische Hügel auftauchen, sollen die Fallen zum Einsatz kommen. „Wir müssen das Problem schnell lösen – nicht die Hügel sind die Gefahr, sondern die Gräben und Höhlen unter der Oberfläche. Da kann der Schaden immens sein und auch die Sportler gefährden – das müssen wir natürlich verhindern“, so Grötsch. Es kann also sein, dass bald auch der Kammerjäger auf der TSV-Anlage auftaucht und „Pauli“ vertreibt. „Wir hoffen auch, dass der Platz bis zum 18. März bespielbar ist, denn dann steht unser erstes Heimspiel an – das Derby gegen den BCA Oberhausen“, meint Marcus Mendel. Und es wäre nicht gut fürs Renommee des Vereins, müsste dieses prestigeträchtige Duell auf dem Nebenplatz ausgetragen werden.
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