Der TSV Friedberg muss sich nach einem 14:9 zur Pause gegen Neustadt/Filder am Ende mit einem 28:28-Unentschieden begnügen. Rote Karte für Florian Antony



Im vorletzten Heimspiel erreichte der TSV Friedberg ein 28:28 (14:9) gegen Neuhausen/Filder. Friedberg setzte sich in der Schlussphase der ersten Halbzeit ab, konnte den Vorsprung in einer spannenden zweiten Hälfte aber nicht verteidigen.
Zum ersten Mal seit Monaten nahm Max Segmüller wieder auf der Friedberger Bank Platz. Willi Seiler begann im Tor, die Herzogstädter empfingen ihre Gäste mit der gewohnten 6:0-Deckung. Nach sieben Minuten lag der TSV mit 4:2 vorne. Aber der TSV bekam in der Folge Probleme mit der offensiven Deckung der Gäste, und nach zehn Minuten hieß es 4:5. Die Partie blieb aber offen, die Hausherren bekamen die wurfgewaltigen Gäste nicht wirklich in den Griff. So stand es nach 15 Minuten 7:7. Als Neuhausen/Filder die erneute Führung gelang, blieb ein gegnerischer Akteur benommen auf dem Boden liegen: Kreisläufer Florian Antony, wegen seiner Abwehrstärke eigentlich unverzichtbar, war der Übeltäter und musste früh mit glatt Rot vom Feld. Zusätzlich kassierte Friedberg eine weitere Zeitstrafe, weil der Friedberger gegen die Entscheidung vehement protestierte. Neuhausen/Filder agierte also für die nächsten vier Minuten in Überzahl – doch dabei gelang den Württembergern nur ein Treffer. Friedberg hatte aus einem 7:9 eine 14:9-Pausenführung gemacht.
Nach dem Seitenwechsel war das Friedberger Tor aber nicht mehr so gut verteidigt wie noch zuvor. Hatte der TSV in den ersten 30 Minuten nur neun Tore kassiert, so standen nach zehn weiteren Minuten neun mehr zu Buche. Neuhausen/Filder kam jetzt besser ins Spiel. Drei Minuten waren noch auf der Uhr, als sich Andreas Dittiger durchtankte und den Zwei-Tore-Abstand mit dem 27:25 wieder herstellte. 70 Sekunden vor Schluss kam Neuhausen/Filder per Strafwurf zum 27:27. Zudem musste der TSV die Partie in Unterzahl zu Ende spielen, Harald Feuchtmann hatte sich unfair eingesetzt. Aber wieder war es Andreas Dittiger, der den TSV in Front brachte: Nach dem 28:27 nahm der Gästetrainer 16 Sekunden vor Schluss seine Auszeit. Neuhausen/Filder bekam schließlich vier Sekunden vor dem Abpfiff einen letzten Siebenmeter, der zum Ausgleich führte.
TSV Seiler; v. Petersdorff; Dittiger (9), Segmüller, Ilic (2/2), Link (5), Prause, Antony (1), Feuchtmann, Wagenpfeil (2), Scholz (3), Auernhammer, Erifopoulos (6/3)
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