Sonntag, 17. Dezember 2017

15. März 2017 19:54 Uhr

Heuschnupfen

Die Saison geht los: Heuschnupfen ist wieder angesagt

Tränende Augen, eine juckende Nase und Niesattacken - im Frühjahr beginnt die Pollenflugsaison. Die besten Hausmittel gegen Heuschnupfen und medizinische Ratschläge einer Expertin.

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Für Allergiker hat der Frühling eine Schattenseite: Pollen sorgen für juckende Nasen und tränende Augen.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolfoto)

So langsam beginnt der Frühling. Es wird wärmer, die Tage werden länger und die Pflanzen beginnen zu blühen. Das ist die Saison, auf die sich viele freuen. Doch für Allergiker hat das Frühjahr auch eine Schattenseite: Pollen und Blütenstaub sorgen für tränende Augen und fiesen Ausschlag.

Pollenflugsaison für Deutsche in Zahlen

Etwa 16 Prozent der Deutschen leiden an Heuschnupfen. Viele schwören auf Hausmittelchen, um den Symptomen in der Saison entgegenzuwirken. Andere setzen auf eine medikamentöse Behandlung. Die besten Tipps gegen Heuschnupfen auf einen Blick.

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Wäsche nicht im Freien aufhängen

Auch wenn draußen endlich wieder die Sonne scheint, sollte die Wäsche während der Pollensaison nicht im Freien aufgehangen werden.  Ansonsten haften die gefährlichen Pollen an der Kleidung. Allergiker sollten ihre Wäsche im Frühjahr also lieber drinnen aufhängen oder einen Wäschetrockner benutzen.

Morgens statt abends lüften

Dass Pollen durch offene Fenster in die Wohnung gelangen lässt sich nicht vermeiden. Denn irgendwann muss man ja lüften. Besser ist es, am frühen Morgen frische Luft hinein zu lassen, denn zu dieser Zeit sind nur wenige Pollen in der Luft.

Nasenspülung mit Salzwasser

Wenn die Pollen erst einmal in der Nase sind, sorgen sie bei Allergikern für die typischen Heuschnupfen-Symptome. Eine Nasenspülung kann da helfen. Etwas Kochsalz in lauwarmen Wasser auflösen und damit die Nase ausspülen - danach ist die Nase wieder frei von Pollen.

Haare am Abend waschen

In unsereren Haaren sammeln sich über den Tag viele Pollen. Sie lassen sich aber ganz einfach durch das Waschen der Haare wieder vom Kopf spülen. Am besten sollten die Haare also vor dem Schlafengehen gewaschen werden. Das sorgt für einen ruhigen Schlaf ohne juckende Nase und trändende Augen.

Eukalyptusöl in die Nase

Eukalyptusöl hat eine ähnliche Wirkung wie Kortison. Das Mittel kann entweder inhaliert werden oder mit Hilfe eines Wattestäbchens an die Nasenwände getupft werden. Das beruhigt die juckende Nase.

Pollenfilter für das Auto

Spezielle Pollenfilter für das Auto bieten Schutz vor Pollenflug durch die Lüftung. Allergiker sollten deshalb beim Autokauf auf gute Pollenfilter achten. Außerdem hilfreich: Fenster während der Fahrt geschlossen halten. Auch wenn der Fahrtwind Frühlingsgefühle weckt, sollten Allergiker die Pollen nicht durchs offene Autofenster in den Wagen lassen.

 

Andere Möglichkeiten in der Saison nicht an Heuschnupfen zu leiden

Julia Welzel, Leiterin der Augsburger Klinik für Dermatologie und Allergologie, hält von den meisten Hausmitteln nicht viel. Dennoch sagt sie: "Man darf die psychologische Wirkung dieser Mittel nicht unterschätzen".

Grundsätzlich rät sie zur medikamentösen Behandlung bei Heuschnupfen. Je nach persönlicher Präferenz empfiehlt sie antiallergische Tabletten, Nasensprays oder Augentropfen zur Behandlung der Symptome. Längerfristig könne die sogenannte Hypersenisbilisierung Abhilfe schaffen. Dabei wird der Körper immer wieder mit Pollen konfrontiert. Es wird versucht, die Sensibilisierung des Körpers gegenüber dem betreffenden Allergen so weit zu verringern, dass es nur noch geringe oder gar keine allergischen Beschwerden verursacht.

Lesen Sie auch: Das hilft gegen lästigen Heuschnupfen

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Ein Artikel von
Philipp Kinne

Günter Holland Journalistenschule
Ressort: Volontär


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