Sonntag, 20. August 2017

13. Mai 2017 08:13 Uhr

Muttertag 2017

Muttertagsgeschenke basteln oder kaufen: Das bereitet wirklich Freude

Noch keine Muttertagsgeschenke zum Muttertag 2017 am Sonntag? Unsicher, ob Sie basteln oder kaufen sollen? Wir haben mit einem Glücksforscher gesprochen. Von Benedikt Siegert

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Muttertagsgeschenke sollten Wertschätzung ausdrücken, sagt Glücksforscher Stephan Lermer.
Foto: Patrick Pleul, dpa, Archivbild

Am kommenden Sonntag ist wieder Muttertag. Für viele Deutsche rückt damit die bange Frage immer näher, was sie ihrer Mutter denn zum Ehrentag schenken könnten. Man will ja schließlich nicht mit leeren Händen dastehen. Um aber Enttäuschungen zu vermeiden, sollte das Präsent die Mama glücklich machen. Doch das ist gar nicht so einfach.

„Es kommt auf die Wertschätzung an, die man mit dem Geschenk ausdrücken möchte“, sagt der Glücksforscher und Psychologe Stephan Lermer vom Münchner Institut für Persönlichkeit und Kommunikation. Kinder sollten versuchen, die stillen Träume der Mutter zu erfüllen, indem sie sich in sie hineinversetzen. „Gut zuzuhören reicht manchmal schon“, rät der Experte.

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Muttertagsgeschenke: Basteln kann mehr Freude bereiten als Kaufen

Seiner Meinung nach gibt es aber auch Geschenke, die immer funktionieren: „Blumen zum Beispiel gehen immer – jede Frau freut sich darüber, solange es nicht die billigen Blüten von der Tankstelle sind“, meint Lermer. Kein Wunder also, dass nach einer aktuellen Umfrage von YouGov jeder dritte Deutsche Blumen verschenkt. Viele Händler bieten zum Muttertag deswegen sogar eigens Rabatte an. Ähnlich beliebt sind Pralinen oder Schokolade, die jeder zehnte Deutsche seiner Mama gönnt.

„Es kommt aber gar nicht darauf an, viel Geld auszugeben“, meint Lermer. Ein selbstgebasteltes, persönliches Geschenk könne im Zweifel viel mehr Freude bereiten als ein teures, unpassendes Präsent. Wichtig sei vor allem der bleibende emotionale Eindruck, hat der Psychologe herausgefunden. Deshalb würden Gutscheine für gemeinsame Zeit Mütter auch sehr freuen: „Ein gemeinsamer Ausflug zum Shoppen in die Stadt oder ins Museum ist immer eine gute Idee“, sagt Lermer. Wenn jemandem allerdings die zündende Idee für ein Geschenk fehle, helfe nur eines: ein Anruf bei der besten Freundin der Mutter. Denn die wisse meist am besten, was Freude macht und was eben nicht, sagt Lermer.

Muttertag 2017: Geschenke für den Haushalt gehen gar nicht

Ein absolutes No-Go sind seiner Meinung nach Geschenke für den Haushalt wie Topfsets oder Gartenscheren. „Solche Dinge bringen Mütter unter Zugzwang“, sagt Lermer. „Man sollte die Mutter aber am Sonntag aus ihrer angedachten Rolle befreien und nicht Geschenke mit unterschwelligen Erwartungen verbinden.“ Aus psychologischer Sicht sei es daher auch sehr wichtig, dass das Präsent nicht auf einen Makel anspiele - Anti-Aging-Produkte seien darum ebenso wie Schlankheitspillen ein absolutes Tabu. "Man muss gut aufpassen, mit dem Geschenk niemanden zu kränken", rät Lermer. 

Wenn das ausgesuchte Geschenk dann trotz aller guten Vorsätze nicht gefallen sollte, hilft ein Plan B: „Der Mama signalisieren, dass man nicht böse ist und einen Umtausch anbieten oder alternativ ein gemeinsames Essen im Lokal“, empfiehlt Glücksforscher Lermer.

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