Mittwoch, 13. Dezember 2017

12. Oktober 2017 09:16 Uhr

Neuvorstellung

Den Yeti gibt’s nicht mehr: Jetzt kommt der Skoda Karoq

Skoda schickt den Schneemenschen in Rente und bringt dafür ein Kompakt-SUV. Ein erster Test. Von Michael Gebhardt

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Aus Yeti wird Karoq: Abgesehen vom frischen Namen steht Skodas neues Kompakt-SUV ab 4. November grundsolide wie eh und je beim Händler. Allerdings übertrifft der Neue seinen Vorgänger um 16 Zentimeter. So schafft der Hersteller Platz für die Passagiere - und für ein drittes SUV in der kleineren Seat-Arona-Klasse, das wohl nächstes Jahr die Bühne betreten wird.

Dass Skoda auch beim Karoq mit der spanischen Schwester zusammen gearbeitet hat, sieh man gleich. Trotz eigenständiger Details wie Kühlergrill und Scheinwerfer sind sich Karoq und Seat Ateca recht ähnlich - zumindest äußerlich.

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Nach dem Einsteigen wartet der geräumige Fünfsitzer dagegen mit klassischem Skoda-Ambiente auf. Dazu gehört neben wohlgeformten Sitzen auf Wunsch auch das topmoderne Infotainment-System mit riesiger Glasoberfläche, Online-Zugang und Smartphone-Anbindung, aber leider ohne klassischen Lautstärkeregler. Ab 2018 will Skoda optional das VW-konzernweit eingesetzte Virtual Cockpit anbieten, also einen volldigitalen Instrumententräger.

Spätestens dann soll auch die günstigere Ausstattungslinie Active an den Start gehen. Vorerst kommt jeder Karoq mindestens als Ambition-Modell mit unter anderem schlüssellosem Zugangssytem, Klimaanlage, Tempomat und elektrischer Heckklappe. Schade: Selbst in der Top-Version Style sind Halogen-Scheinwerfer Serie, LED-Licht gibt es nur für knapp 1000 Euro Aufpreis.

Ebenfalls erst 2018 wird die Kombination aus 150-PS-Benziner und Allradantrieb nachgereicht. Momentan fährt das Vierzylinder-Turbo-Aggregat mit zeitweiliger Zylinderabschaltung ausschließlich als Fronttriebler vor. Obwohl der feinfühlig den Untergrund abtastende Karoq mit rund 1,4 Tonnen kaum mehr wiegt als ein VW Golf, hinterlässt der 1.5 TSI im Skoda-SUV einen trägeren Eindruck. Schaltarbeit ist nicht nur an leichten Steigungen, sondern auch bei Zwischensprints gefragt.

Optional können alle Triebwerke mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe verheiratet werden, allerdings kommt das bei Volkswagen weit verbreitete DSG immer noch nicht an den Komfort einer Wandlerautomatik ran.

Deutlich agiler zeigt sich trotz gleicher Leistung der gut gedämmte Zwei-Liter-Diesel mit 340 Newtonmetern (ab 31290 Euro). Der Selbstzünder ist aktuell als einziger und ausschließlich mit Allradantrieb zu haben. Für alle Interessenten, die wenig Wert auf Dynamik legen, stehen zum Basispreis von derzeit 24290 Euro der Einliter-Dreizylinder-Benziner mit 115 PS oder sein gleich starkes 1,6-Liter-Dieselpendant (ab 27190 Euro) zur Wahl. Michael Gebhardt

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Augsburg | Škoda Auto | VW Golf


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