Donnerstag, 21. September 2017

17. Februar 2017 21:27 Uhr

Test

Honda HR-V: Eine echte japanische Wollmilchsau

Gefälliges Design, viel Fahrspaß bei wenig Verbrauch und ein überraschendes Platzangebot. Mit dem HR-V bietet Honda ein vielseitiges Kompakt-SUV. Der Test-Bericht.

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Außenseiter stecken oft voller Überraschungen, das wissen wir nicht nur vom Sport. Auch auf dem Automarkt tummelt sich so der ein oder andere wenig Beachtete bis Unterschätzte. Gutes Beispiel: der Honda HR-V. Klar, auf den deutschen Straßen ist das Mini-SUV der Japaner ein eher seltener Anblick. Den großen Teil des Kuchens teilen in diesem Segment andere unter sich auf. Opel mit dem Mokka etwa, oder Mazda mit dem CX-3.

Dabei hätte der HR-V deutlich mehr Bühne verdient. Denn mit dem kleinen Crossover ist den Japanern ein sehr ordentliches Auto gelungen. Wohl kaum ein anderes SUV der Kompaktklasse ist derart vielseitig. Gefälliges Design, viel Fahrspaß bei wenig Verbrauch und ein überraschendes Platzangebot - eine echte japanische Wollmilchsau.

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Aber der Reihe nach: Seit 2015 ist der „neue“ HR-V in Deutschland auf dem Markt. Optisch baut Honda wie die Konkurrenz auf Sportlichkeit, setzt dabei aber trotzdem eigene Akzente. In der Silhouette sorgen das sanft abgerundete Heck und die im Rahmen gut versteckten Türgriffe für eine dynamische Coupé-Anmutung. Ein Versprechen, das auf der Straße gehalten wird. Das Drehmoment von 300 Newtonmetern beim 1,6-Liter-Diesel bringt den HR-V angenehm schnell auf Touren. Die 120 PS verrichten unaufgeregt, aber absolut zufriedenstellend ihr Werk. Einzig das weiche Gaspedal, das viel Beinarbeit erfordert, hemmt den Fahrspaß etwas.

Honda HR-V: kompakt und familientauglich

Geschenkt. Denn seine eigentliche Stärke hat der HR-V ohnehin an einer anderen Stelle. Kompakt und familientauglich, das können nur wenige. Punkt eins: der Platz. Fahrer und Beifahrer genießen beim HR-V für diese Klasse ungewöhnlich große Freiheit. Der Kofferraum fasst 393 Liter; bezieht man das Unterfach mit ein, sind es sogar 470 Liter.

Punkt zwei: der Verbrauch. Auch im HR-V bietet Honda eine grüne „Econ“-Taste, mit der sich der Wagen in einen umweltfreundlichen Modus schalten lässt. Das fordert dem eher ambitionierten Fahrer auf der Autobahn zwar manchmal etwas Verständnis ab, macht dafür aber richtig Laune an der Zapfsäule. Lediglich 4,4 Liter Diesel schluckte der Testwagen selbst bei sportlicher Fahrweise. Der 50-Liter-Tank reichte für rekordverdächtige 1100 Kilometer.

Zu haben ist der HR-V als Benziner und Diesel in drei Ausstattungsvarianten. Los geht es bei rund 20.000 Euro. Der getestete Vierzylinder mit Schaltgetriebe in der mittleren Variante „Elegance“ steht für gut 25.000 Euro beim Händler. Im Ausstattungspaket enthalten sind dann Einparkhilfen vorne und hinten, Spurhalteassistent, ein intelligenter Geschwindigkeitsbegrenzer und Sitzheizung.

 

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Ein Artikel von
Stefan Drescher

Augsburger Allgemeine
Ressort: Online-Redaktion

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