Sonntag, 25. Juni 2017

11. Juni 2017 15:11 Uhr

Neuvorstellung

Peugeot 308 Facelift: Saubere Sache von den Franzosen

Beim aufgefrischten 308 setzt Peugeot auf neue Assistenten, besseres Infotainment und vor allem: weniger Emissionen. Was der erste Test sonst noch verrät. Von Michael Gebhardt

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Hyundai brachte Anfang des Jahres den neuen i30 auf den Markt, VW und Seat haben ihre Kompakten Golf und Leon aufgefrischt, und nun gibt es auch aus Frankreich eine Überarbeitung zu vermelden: Ab September steht die Facelift-Version des Peugeot 308 beim Händler.

Wobei der Begriff Facelift, wie so oft in der Vergangenheit, etwas irreführend ist. Denn die Designer mussten sich stark zurückhalten und durften das Gesicht nur marginal verändern. Auffälligstes Merkmal ist der jetzt in den Kühlergrill gewanderte Marken-Löwe, mit dem der 308 seinen SUV-Brüdern 3008 und 5008 nacheifert.

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Von denen hat er auch die aktuelle Generation des Infotainmentsystems mit neuem Touchscreen übernommen, der wie gehabt ab der zweiten Ausstattungsversion Serie ist. Alle modernen Smartphones lassen sich problemlos anbinden, allerdings ist die Bedienung des System nicht immer ganz einfach. Geblieben sind das kleine, handliche Lenkrad, die analoge Instrumententafel und das unter dem weichen, angenehm anzufassenden Armaturenbrett verbaute Hartplastik.

Ebenfalls aus den SUV-Baureihen abgeschaut hat sich der weiterhin als klassischer Kompakter und praktischer Kombi erhältlich 308 zahlreiche Assistenzsysteme: Im Notfall erkennt der Franzose Fußgänger auf der Fahrbahn und legt eine Vollbremsung hin; er liest Verkehrsschilder und bietet an, das aktuelle Tempolimit direkt an den Tempomat weiter zu geben und er lenkt sanft gegen, wenn der Fahrer unaufmerksam in Richtung Fahrbahnrand driftet. Auch das Einparken übernimmt auf Wunsch die Technik, und sogar einen aktiven Abstandstempomat haben die Franzosen im Angebot – allerdings ist die Technik nur für die dritte von vier Ausstattungsvarianten erhältlich.

Peugeot 308 (2017): Motor, Preis, Daten

Der größte Technologiesprung im Zuge des Facelifts findet allerdings nicht in Sachen Elektronik, sondern unter der Haube statt. Zwar geht der 308 zunächst noch mit nahezu unverändertem Antriebsportfolio an den Start, doch im Herbst werden die ersten neuen Aggregate nachgereicht. Im Mittelpunkt steht dabei der neue 1,5-Liter-Diesel mit 130 PS, der zunächst den zehn PS schwächeren 1,6er und später auch die 100-PS-Version ersetzen wird.

Der Vierzylinder glänz mit ausgezeichneter Laufruhe und der Durchzugskraft von 300 Newtonmetern – vorausgesetzt, man vergisst nicht zu schalten. Das passiert gern, da der Diesel selbst bei nur knapp über 1000 Touren noch ohne zu ruckeln geschmeidig dahin rollt. Im Laufe des kommenden Jahres lässt sich die Schaltarbeit an eine neue Achtgang-Automatik abgeben, die zuvor schon in Kombination mit dem 180 PS starken Zweiliter-Diesel ihr Debüt gibt. Das zusammen mit Aisin entwickelte Getriebe schaltet spürbar komfortabler als die bisherige Sechsstufen-Automatik und soll den Verbrauch senken.

Das beste an den beiden noch nicht eingepreisten, neuen Motorvarianten: Sie erfüllen schon die ab September 2018 für alle neu zugelassenen Fahrzeuge geltende Euro-6c-Norm. Selbiges gilt übrigens für die überarbeitete Version des 1,2-Liter-Dreizylinderbenziners, der den Abgasnorm-Sprung von b auf c dank eines Partikelfilters schafft. An der Leistung ändert sich nichts, auch weiterhin liegen 130 PS und 230 Newtonmeter an, allerdings wird die Kraft zukünftig von einem neuen Sechsgang-Schaltgetriebe verwaltet, das sich ebenfalls positiv auf den Verbrauch auswirken soll.

Nach und nach werden schließlich auch die übrigen Otto-Motoren, vom 110-PS-Einstiegsdreizylinder (ab 18700 Euro) bis hin zum starken GTi-Modell mit 272 PS mit Partikelfilter ausgerüstet.

 

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