Donnerstag, 22. Februar 2018

01. Februar 2018 11:32 Uhr

Hotel-Tipp

Abgefahren! In dieser Suite schläft Mann bei seinem Sportwagen

McLaren und Co. gleich neben dem Bett: Diesen Männer-Traum kann das „Mohr Life Resort“ in Lermoos erfüllen. Die Geschichte einer besonderen Liebesnacht.

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Macht doch kein Mensch, werden Sie jetzt denken. Doch! Wer sein Auto liebt, der schläft sogar bei ihm. Verrückt? Nicht für einen wie Klaus Mantl, der selbst einen Aston Martin besitzt, nebenher ein Ducati-Café betreibt und Rennfahrerlegende Michael Schumacher zu seinen Freunden zählt.

Der Chef des „Mohr Life Resort“ in Lermoos (Tirol) persönlich hatte die Idee, eine Suite seines Hotels für Auto-„Aficionados“ auszubauen. Ein großes Zimmer, das direkt an die Hotel-Tiefgarage grenzt, schien dafür perfekt geeignet. Und ein Name war schnell gefunden: 007-Suite.

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Gesagt, getan, so geht das, bei uns in Tirol. A bissl a Geld hatte Mantl halt in die Hand nehmen müssen: Schwarze Glas-Trennwände, offener Kamin, Designer-Möbel, frei stehende Badewanne, Riesen-Ankleide, Infrarotkabine, Lichtshow. Diesen lässigen Luxus würde selbst der Geheimagent ihrer Majestät schätzen.

Und erst diesen Blick! Nein, nicht den auf die Zugspitze, zu deren Füßen das Hotel liegt. Sondern den auf das Spielzeug: Nur durch eine riesige Glasscheibe voneinander getrennt ruhen Mensch und Maschine in der 90 Quadratmeter großen Suite. Von der Lounge aus lässt sich der Bolide verschiedentlich illuminieren. Das, vermutet Mantl wohl zu Recht, gibt es nirgendwo sonst auf diesem Planeten. Die Welt ist nicht genug.

Eine solch spezielle Nacht hat ihren Preis. Was aber nicht heißt, dass die Bond-Bleibe schlecht gebucht wäre. Im Gegenteil. Manche stellen sogar ihre teuren Mountainbikes in den Showroom, andere einen alten Dreier-BMW. Mindestens 276 Euro legt der Gast hin für das Einmal-Erlebnis. Immer noch billiger als der dauerhafte Unterhalt für den Ferrari oder, wie in unserem Fall, den McLaren 570 S Spider.

Vielleicht eine Geschenkidee für jemanden, der schon alles hat. An den Rest: Für kaum die Hälfte des 007-Preises kann man(n) bürgerlich im Doppelzimmer übernachten und die Vorzüge dieses filmreifen Wellness-Hotels genauso genießen. Wir sind ja nicht James Bond, leider.

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Ein Artikel von
Tobias Schaumann

Augsburger Allgemeine
Ressort: Digitale Produkte


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