Polizei geht derzeit von Brandstiftung aus. Etwa 200 Feuerwehrleute im Einsatz. Von Berthold Veh



Großbrand in einem Sägewerk in Behlingen. Dort sind in der Nacht zum heutigen Mittwoch nach Angaben der Polizei etwa 150000 Euro Sachschaden entstanden. Die Kriminalpolizei geht nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen von Brandstiftung aus.
Ein Nachbar hatte kurz nach 22 Uhr bemert, dass auf der Südseite des Sägewerks unter einer Überdachung eine Gitterbox mit Holzabfällen brennt. Während seine Tochter über den Notruf die Feuerwehr verständigte, versuchte der Mann mit einem Gabelstapler die brennende Box zu beseitigen. Mittlerweile hatte sich das Feuer bereits unter dem Hallenvordach fast über die komplette Hallenbreite von 30 Metern ausgedehnt. Durch das rasche Eingreifen der eingesetzten Feuerwehren konnte ein Ausbreiten des Feuers auf das ganze Sägewerk verhindert werden. Der Schaden ließ sich dadurch auf die südliche Hallenseite mit Vordach, Teile des Hauptdachs und das darunter befindliche Holzlager begrenzen. Die Schadenshöhe beträgt laut Polizeibericht 150 000 Euro.
Bei den Löscharbeiten waren etwa 200 Feuerwehrleute im Einsatz. Einer der Brandmelder erlitt beim Einschlagen der Scheibe des Feuermelders eine Schnittwunde am Daumen. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden durch den KDD Memmingen aufgenommen. Blitzschlag, Selbstentzündung und eine technische Ursache können nach Angaben der Kripo definitiv ausgeschlossen werden. Somit geht die Kriminalpolizei derzeit von einer Brandstiftung aus. Konkrete Täterhinweise liegen zur Zeit noch nicht vor. Hierzu müssen noch die die Tatortspuren ausgewertet werden.
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