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25. Januar 2012 08:02 Uhr

Feuerwehr wegen Funkchaos im Dauereinsatz

24 Stunden im Schichtbetrieb für den Notfall

Eine störhafte Hochspannungsleitung hat ein Funkchaos verursacht. Seit einer Woche ist die Günzburger Einsatzzentrale ständig besetzt Von Georg Schalk

Sie trotzen mit Kaffee der Müdigkeit: Manuel Füssl, Oliver Stritzinger, Feuerwehrkommandant Christian Eisele und Thomas Deininger von der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg gemeinsam mit ihrem Vereinsvorsitzenden Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (Zweiter von links). Seit Montag vor einer Woche sind jeweils zwei Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg im Dauereinsatz. Unterstützt wurden sie von Kräften der Burgauer Wehr. Grund ist ein schweres Funkproblem, das verhindert, dass die Funkalarmierung der Integrierten Leitstelle Donau-Iller (ILS) bei den Feuerwehren im nördlichen Landkreis eingeht.
Stadt Günzburg

Die Müdigkeit steht den Feuerwehrleuten ins Gesicht geschrieben: Seit Montag vor einer Woche sind jeweils zwei Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg im Dauereinsatz. Unterstützt wurden sie von Kräften der Burgauer Wehr. Grund ist ein schweres Funkproblem, das verhindert, dass die Funkalarmierung der Integrierten Leitstelle Donau-Iller (ILS) bei den Feuerwehren im nördlichen Landkreis eingeht. „Wir sind die Einzigen, die das Problem einigermaßen im Griff haben. Bei Notfällen müssen wir die einzelnen Einsatzkräfte im Landkreis nachalarmieren“, so Feuerwehrkommandant Christian Eisele.

Um Einsätze rund um Günzburg und Leipheim sowie im Bibertal weiterhin koordinieren zu können, ist die Funkzentrale der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg deshalb seit Beginn der Störung ständig besetzt. „Dank der hervorragenden Arbeit unserer Funksachbearbeiter Christoph Wolf und Oliver Stritzinger gehen gemeldete Notfälle parallel in unserer Zentrale ein“, erklärt Feuerwehrkommandant Eisele. Das ist freilich keine Dauerlösung: „Neben unserem normalen Dienstbetrieb müssen wir jetzt ständig die Funkzentrale besetzt halten.“

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In einer Woche haben sich so 301 Arbeitsstunden angesammelt – die Einsatzzeiten während der mehr als 15 Notfälle seit Störungsbeginn nicht mitgezählt. „Das kann eine Freiwillige Feuerwehr auf Dauer nicht stemmen. Zumal wir versuchen, die Lohnausfallkosten so gering wie möglich zu halten“, so Eisele. Erschwerend kommt hinzu, dass die Zentrale auf Anordnung des Bayerischen Innenministeriums grundsätzlich mit zwei Mann besetzt werden muss. „So soll gewährleistet sein, dass jede Notfallmeldung gehört und verfolgt wird.“

Eine ungewöhnliche Situation für alle Beteiligten. „Einen vergleichbaren Fall hat es in Bayern seit 20 Jahren nicht gegeben. Und auch unsere Einsatzzentrale mussten wir noch nie über so einen langen Zeitraum dauerhaft besetzen“, informiert der Feuerwehrkommandant. Unterstützung erfährt die Günzburger Wehr deshalb seit Freitag von der Freiwilligen Feuerwehr Burgau. „Dafür möchte ich den Kollegen ein großes Dankeschön aussprechen“, ergänzt Eisele.

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