Freitag, 19. Dezember 2014

12. Juni 2013 07:13 Uhr

Kötz

Alko: ein Unternehmen mit einer Flut von Plänen

Das Hochwasser vor Augen und das neue Technologiezentrum im Kopf und im Modell. Von Georg Schalk

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Als die Firma Alko am Montagabend auf die Medienvertreter wartete, um das Neubauvorhaben Technologiezentrum vorzustellen, da hatten die Verantwortlichen schon einige bange Stunden hinter sich. „Um 11.30 Uhr war noch alles trocken. Um 12.30 Uhr stand auf dem Hof das Wasser“, beschrieb Friedrich Sailer die Lage. Seit 39 Jahren sei er bei Alko, aber ein solches Hochwasser habe er noch nie erlebt, meinte der Leiter Werktechnik. Vorstand Stefan Kober sprach von einem „Jahrhunderthochwasser“. Das war gegen 17.30 Uhr.

Doch was sich in der Nacht zum Dienstag ereignete, übertraf alles bisher Dagewesene. Der Kötzbach neben dem Firmengelände schwoll so an, dass weite Teile überflutet wurden. „Um 1 Uhr rückte erneut die Feuerwehr an. Ab 2.30 Uhr war Stefan Kober da“, berichtete Unternehmenssprecher Thomas Lützel. Weil auch die Trafostation mit Telefonanlage und Stromversorgung betroffen war, entschied die Unternehmensleitung gestern vor 6 Uhr, die Mitarbeiter nach Hause zu schicken. „200 von 300 Kollegen haben wir heimgeschickt, der Rest war im Einsatz oder arbeitete in Kleinkötz weiter“, so Lützel. Am späten Vormittag entspannte sich die Lage.

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Wie gut, dass die Verantwortlichen schon so vorausschauend geplant haben. Zusammen mit ihren Architekten Ott und Schumacher sei entschieden worden, dass die Hallenelemente des neuen Technologiezentrums 60 Zentimeter höher als die jetzigen Produktionshallen gebaut werden, sagte Stefan Kober und blickte aus dem Fenster auf den Kötzbach. „Das war klug.“

Vom Technologiezentrum – das größte Vorhaben im Rahmen der „Zukunftsoffensive 2015“ des Unternehmens – verspricht sich die Firmenleitung viel. „Mit dem Neubau nutzen wir die Synergien der drei Geschäftsbereiche, sodass wir weiterhin erfolgreich sind und noch erfolgreicher werden.“ Gerade sei man dabei, die Ausführungsplanung zu erarbeiten und die Vergabe zu planen, so Kober. Im ersten Bauabschnitt werden die Parkplätze für Mitarbeiter (hinten) und Besucher (vor dem Verwaltungsgebäude) gebaut. Zudem wird eine neue Kalthalle mit einer Unterstellfläche für Versuchsfahrzeuge und Werkzeuglager errichtet. In alten Hallenteilen stehen Ausbau- und Rückbauarbeiten an, dann werden sie abgerissen.

Im April 2014 soll der erste Bauabschnitt mit den neuen Hallen fertig sein. Anschließend beginnt der Bau des dreigeschossigen Bürogebäudes, das quer über den anderen Gebäudeteil gesetzt wird. Im Mittelteil entstehen die Versuchsbereiche für die drei Unternehmensteile, Messelager, Rechenzentrum sowie ein großes Lager. „In der ist eine Cafeteria geplant, die künftig als Kommunikationszentrum dienen soll“, erläutert Kober. Im April/Mai 2014 will Alko aus den jetzigen Provisorien in die neuen Produktionsstätten ziehen. Die Gesamtinvestitionen seien ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland und Schwaben.

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