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Geschichte
20.05.2017

Als in Rettenbach die Musik spielte

In Rettenbach spielt wieder die Musik: Ab Sonntag beginnt im Heimatmuseum im Schlössle eine Sonderausstellung rund um die Musik in der Gemeinde. Im Bild von links: das Museumsteam mit Tanja Müller, Hannelore Jünger und Karl Mayer.

Bei der Sonderausstellung im Rettenbacher Heimatmuseum im Schlössle dreht sich alles um Musikkapellen, Musikinstrumente und Chöre in der Gemeinde.

Vereine gibt es in der Gemeinde Rettenbach zwar eine ganze Menge, aber keinen Musikverein. Zumindest heute nicht mehr. Kurz nach Kriegsende dagegen sollen damals gleich zwei Kapellen regelmäßig aufgespielt haben – und kleine Musikgruppen gab es ebenfalls eine ganze Reihe. Aber es gab auch die sogenannte „Lustbarkeitssteuer“, mit der pro Auftritt oder Tanzveranstaltungen zehn Reichsmark an die Gemeinde entrichtet werden musste. Gerade der „Sommerkeller“ war in den 50er Jahren die Tanzarena in der Umgebung und im Gasthaus Zur Sonne in Rettenbach spielte regelmäßig die Blasmusik. Grund genug für das Team des Rettenbacher Heimatmuseums, einmal etwas näher auf das Musikalische in der Gemeinde einzugehen. Entstanden ist eine Sonderausstellung, die den Namen „Mit Musik durch die Zeit in unserer Gemeinde“ trägt.

Alte Dokumente und Fotos zeugen von vergangenen Zeiten, etwa aus dem Jahr 1951 zum 25-jährigen Bestehen des Schützenvereins, als die Rettenbacher Blaskapelle durch den Ort zog. Dann kamen die Tanzkapellen, wie das Echo oder in den 90er-Jahren die Schwäbischen Sieben. Der Name der Combo täuschte, die Musiker spielten zu sechst. Nicht zu vergessen ist der Fanfarenzug des Carnevals-Clubs Harthausen, der 1989 gegründet wurde.

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