Auf dem ehemaligen Fliegerhorst laufen die Vorbereitungen für den Baubeginn der Leipheimer Südumfahrung. Derzeit wird eine Frässchicht aufgetragen Von Katja Röderer

Großbaustelle Fliegerhorst. Auf dem ehemaligen Militärgelände vor den Toren Leipheims sind in diesem Tagen immer mehr Baustellenfahrzeuge unterwegs. Der Baulärm der Bagger und Maschinen wird lauter. Das liegt nicht nur an größeren Firmenansiedlungen, wegen denen hier Gebäude errichtet werden. Auch die Stadt Leipheim baut mit. Die Arbeiten an der Leipheimer Südumfahrung laufen. Noch geht es darum, die Strecke auf die anstehenden Baumaßnahmen vorzubereiten, erklärte der Leipheimer Bürgermeister Christian Konrad. Beim offiziellen Spatenstich am Sonntag, 6. Mai, sollen dann alle dabei sein, die sich über den Baubeginn freuen.
Schon jetzt sind die Bäume gefällt und mehrere alte Gebäude aus Militärzeiten abgebrochen. Sie waren entweder baufällig oder für eine zivile Nachnutzung nicht oder nur schlecht zu gebrauchen. So wurden alte Kampfstände abgebrochen, Schutzräume und Beobachtungsstände. Und auch an der Straße selber wird schon gewerkelt. Wie aus dem städtischen Bauamt in Leipheim zu erfahren war, handelt es sich bei der dunklen Schicht, die derzeit bei der ehemaligen Start- und Landebahn des Militärflughafens aufgetragen wird, um eine sogenannte Frässchicht. Ein Mitarbeiter des Leipheimer Bauamtes erläuterte, dass diese Frässchicht später als Unterbau dienen solle. Diese Fräs- und Entsiegelungsarbeiten hat das Unternehmen Thiendorfer Fräsdienst für etwa 111500 Euro übernommen. Sind die Arbeiten abgeschlossen, kann es Anfang Mai losgehen.
Wenn dann der Startschuss für die eigentlichen Bauarbeiten gefallen ist, soll an der Bubesheimer Straße losgelegt werden. Außerdem wird demnächst mit den Unterbauten für die Radfahrer begonnen. Bis zum Jahr 2014 sollen alle Bauarbeiten des Großprojektes Leipheimer Südumfahrung abgeschlossen sein, wie der Leipheimer Bürgermeister ankündigte. Zuletzt wird nach derzeitigem Planungsstand an dem Teilstück auf Höhe der Firma Wanzl gearbeitet und an dem Kreisverkehr bei der Aral-Tankstelle.
Für die Leipheimer geht damit endgültig eine lange Zeit der Diskussionen und Planungen zu Ende. Schon Ende der 60er Jahre soll es erste Gespräche über eine mögliche Verkehrsentlastung der Leipheimer Innenstadt gegeben haben. Aufzeichnungen zu diesem Thema, die im Archiv in Leipheim gefunden wurden, gehen bis in die 80er Jahre zurück. Damals wurde noch über eine Nordtangente diskutiert, wie es hieß.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren