Landkreis (kai) - Der klare Gewinner der Europawahl im Landkreis Günzburg heißt erwartungsgemäß CSU. Die Christsozialen holten gestern 57,89 Prozent der Stimmen und rangierten damit meilenweit vor der Konkurrenz. Allerdings musste die CSU deutlich Federn lassen - gegenüber dem Ergebnis von 2004 mit 65,87 Prozent ging ihr Stimmenanteil um 7,97 Prozentpunkte nach unten. 1999 hatte die CSU bei der Europawahl im Kreis sogar noch 72,4 Prozent verbuchen können.
Für die SPD kann das alles kein Trost sein. Sie ist auch im Landkreis weiter auf Talfahrt. Die SPD erreichte gestern nur noch 9,31 Prozent - gegenüber 2004 ein Minus von 1,89 Prozentpunkten. 1999 hatte sie noch 15,7 Prozent geholt.
Mit ihrem gestrigen Ergebnis rangiert die SPD nur noch knapp vor der FDP, die 7,87 Prozent der Stimmen einfuhr und damit ihr Ergebnis von 2004 mehr als verdoppelt hat. Einen leichten Verlust von 0,29 Prozentpunkten mussten die Grünen hinnehmen - sie erreichten 6,73 Prozent, gegenüber 7,02 Prozent vor fünf Jahren. Auf Platz 5 gingen die Freien Wähler ins Ziel - sie holten aus dem Stand 6,41 Prozent der Stimmen, 2004 waren sie bei der Europawahl nicht angetreten.
Keine Rolle im Landkreis spielt die Linke. Sie erreichte nur 1,83 Prozent. Die Prämie von Landrat Hafner in Höhe von 200 Euro für die höchste Wahlbeteiligung ging an Aletshausen mit 49,38 Prozent. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung im Landkreis bei 38,32 Prozent.
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