Der als Vater der modernen Türkei verehrte Staatsgründer Kemal Pascha Atatürk hatte ein weites Herz für die Kinder seines Landes. Ihnen stiftete er für den 23. April das Internationale Kinderfest. Im Kreis Günzburg feierten Mädchen und Buben, Lehrer und Eltern diesen Tag jetzt erst, am Samstag in der Jahnhalle.

Sie taten das mit vielen heißen Liedern, vaterländischen Gedichten und mitreißenden Volkstänzen. Freuten sich die Erwachsenen über die Darbietungen der Kinder, jubelte das junge Volk, als das Fest nach zwei Stunden die Kochtöpfe und die Getränkeflaschen für die zahlreichen Akteure öffnete.
Stadträtin Christa Wall übermittelte eingangs die Grüße von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. "Sehe ich die prächtige Saaldekoration und rieche ich die verführerischen Speisen", wandte sich die FWG-Stadträtin an die bestimmt 500 Besucher, "dann weiß ich: Es wird wieder ein schönes Fest." Schulleiterin Ursula Seitz von der Grundschule Süd-Ost sagte ihre gute Botschaft gar auf Türkisch.
Zu Ehren Atatürks, dessen großes Foto zwischen den Fahnen des Heimat- und des Gastlandes hing, stimmte die Gemeinde die am Bosporus gültige Nationalhymne an und schickte "Einigkeit und Recht und Freiheit" hinterdrein.
Die Hauptlast der organisatorischen und der finanziellen Art schulterte der türkische Elternbeirat aus den teilnehmenden Schulen - Grundschulen aus Günzburg (2) und Burgau sowie die Hauptschulen aus Günzburg und Leipheim. Sie gestalteten mit ihren türkischen Schülern und Schülerinnen die Vorführungen.
Dolmetscher erläuterten die Liedertexte zur erwachenden Natur, über Erntesegen und lobten schier endlos tanzend, was der verliebte Hausherr erlebt: "Du bist schöner als eine Rose".
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