Dienstag, 17. Oktober 2017

13. April 2013 14:00 Uhr

Donauradweg

Braune Buckelpiste

Zwischen Leipheim und Günzburg ist der populäre europäische Radweg momentan schwer zu befahren. Das liegt vor allem an den Folgen eines Sturms im Sommer 2012.

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Passionierte Radfahrer, die bereits jetzt die Donau flussabwärts radeln, dürften sich über den Streckenabschnitt zwischen Leipheim und Günzburg derzeit genauso wundern wie Hobbyradler aus der Region. Oder gleich ärgern. Denn eigentlich sollte der populäre Donauradweg auch auf diesem Teilstück geschottert und befestigt sein.

Stattdessen sieht der Radweg derzeit eher aus wie eine Mountainbike-Strecke für Fortgeschrittene. Oder wie eine braune Buckelpiste. Zahlreiche Schlaglöcher durchfurchen den extrem matschigen Radweg auf einer Länge von etwa zwei Kilometern. An eine Tour mit der Familie ist da kaum zu denken. An diesen Zuständen ist die Frühjahrswitterung nicht ganz unschuldig. Zudem ist der Radweg, der zwischen Leipheim und Günzburg etwas abseits der Donau durch das Naturschutzgebiet Nauwald führt, auch für die Forstwirtschaft freigegeben. Der eigentliche Grund, warum der Donauradweg derzeit ein eher verheerendes Bild abgibt, reicht aber bis in den Sommer 2012 zurück.

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Am 30. Juni war ein heftiger Sturm über die Region gezogen und hatte örtlich nicht nur für Stromausfälle gesorgt und das Jubiläumsfest des Waldbades durch umstürzende Bäume fast in eine Katastrophe münden lassen. Im Günzburger Forst wurden an diesem Tag rund 20000 Festmeter Holz beschädigt, was einen Schaden von etwa 500000 Euro verursachte. „Im Nauwald hat es einen kompletten Wald auf den Boden gelegt“, sagt Franz Kopp, Leiter der städtischen Forstverwaltung. Auch der Radverkehr entlang der Donau war deshalb im Sommer für einige Tage umgeleitet worden.

In den Wintermonaten Dezember bis Februar hat die Forstverwaltung in mehreren Etappen mit tonnenschweren Baumaschinen 1000 Festmeter Holz geborgen, die teilweise noch abtransportiert werden müssen. Weil der Radweg auch die einzige Zufahrtsstrecke zum Nauwald ist, hat das schwere Gerät dort Schlaglöcher hinterlassen. Eine unglückliche Verkettung witterungs- und verkehrsbedingter Umstände also? Alexander Besdetko vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) Günzburg-Dillingen wundert sich über derartige Pistenverhältnisse entlang der Donau nicht. Er sagt, bei den Gemeinden herrsche immer noch der Glaube vor, es reiche aus, die Radwege bis zum 1. Mai herzurichten. Dabei sei gerade der Donauradweg eine europäische Radfernroute, die ganzjährig befahren werde. Bei Besdetko gingen regelmäßig Beschwerden wegen der Qualität der Radwege in der Region ein. Er moniert, dass es offensichtlich politischer Wille sei, die Belange der lokalen Forstwirtschaft höher anzusiedeln als die Interessen der Radfahrer. Der Donauradweg ist auf seinen 18 Kilometern durch den Landkreis aber auch ein Flickenteppich an Zuständigkeiten.

Dies bestätigt auch Werner Weigelt, Geschäftsführer der Regionalmarketing Günzburg. Auf einen Kilometer Radweg kämen wegen der Besitzverhältnisse bis zu zehn Ansprechpartner, betont Weigelt. Zur Qualitätssicherung befahre ein Mitarbeiter im Frühjahr das 600 Kilometer umfassende Radwegenetz im Landkreis. Von dem ramponierten Donauradweg hat Weigelt bislang nichts gewusst, man werde die Entwicklung nun aber verfolgen.

Franz Kopp bestätigt, dass Forstverwaltung und Bauamt den Radweg in den kommenden Wochen auf Vordermann bringen. Hierbei werde der Weg zunächst abgehobelt. Die Schlaglöcher und Spurrillen würden daraufhin mit frischem Wegebaumaterial verdichtet. Bis zum 1. Mai will man damit fertig sein.

Welche Schäden der Sturm im Landkreis angerichtet hat, sehen Sie hier in einer Bildergalerie.

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