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24. November 2011 23:00 Uhr

Geplanter Neubau

Bubesheim will nur für Zweckbau in Kötz zahlen

Zweiter Bürgermeister Finkel kritisiert, dass das neue Domizil Empfangshalle und Trauzimmer bekommen soll. Das brauche die Verwaltungsgemeinschaft nicht Von Sandra Kraus

Das Rathaus in Kötz ist gleichzeitig Sitz der Verwaltungsgemeinschaft (VG) von Kötz und Bubesheim. Beim geplanten Neubau, der auch die Freifläche links einschließt, will Bubesheim VG-Räume und reine Rathaus-Räume getrennt wissen – vor allem aus Kostengründen – und bei der Planung beteiligt werden.
Foto: Sandra Kraus

Bubesheim Der 2. Bürgermeister der Gemeinde Bubesheim, Rainer Finkel (CSU), hat deutliche Kritik am geplanten Neubau des Rathauses in Kötz geübt. „Hier baut die Gemeinde Kötz und nicht die Verwaltungsgemeinschaft (VG). Wieder erfährt man nur im Amtsblatt und dann in der Zeitung davon. Es kommt kein Treffen aller Gemeinderäte und der Bevölkerung zustande“, schimpfte er bei der Sitzung des Gemeinderates.

Es sei unstrittig, dass die Verwaltung ein anderes Gebäude brauche. Aber für die VG reiche ein reiner Zweckbau ohne Repräsentationselemente wie Empfangshalle und Vorplatz. Ein VG-Gebäude brauche auch kein Bürgermeisterbüro, Trauzimmer und keinen Sitzungssaal, so Finkel. „Wenn nur ein VG-Gebäude gebaut wird, wäre Kötz wohl die einzige Gemeinde im Landkreis ohne ein Rathaus“, brachte es der CSU-Mann auf den Punkt.

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Der 2. Bürgermeister ist enttäuscht über das Stimmverhalten der Bubesheimer VG-Räte, die kürzlich einstimmig der Planungsvergabe für 22 000 Euro zugestimmt hätten. Finkel vermisste bei der Bürgerversammlung bei den geplanten Investitionen einen Hinweis auf voraussichtlich 700000 Euro – also ein Drittel der Gesamtkosten – für den Neubau in Kötz am Schloßplatz. „Vielleicht ist das nur meine Einzelmeinung, wo steht der Gemeinderat?“, eröffnete Finkel eine Diskussion, an der sich viele Räte beteiligten.

CSU, Freie Wähler und Unabhängige Bürgerliste sprachen sich dafür aus, dass Kosten für Sitzungssaal, Trauzimmer usw. von Kötz allein getragen werden müssen. Der Name des Gebäudes sei egal, so 3. Bürgermeisterin Hedwig Edelmann (FW), die Kosten müssten tragbar und hier im Gemeinderat besprochen werden. Dabei war allen klar, dass die drei Bubesheimer VG-Räte aufgrund der Mehrheitsverhältnisse keine Abstimmung in der VG-Versammlung kippen können.

Bürgermeister Walter Sauter (Freie Wähler) versprach, dort nichts gegen den erklärten Willen des Gemeinderates zu entscheiden und vor allem nicht alles mitzubezahlen. Gleichzeitig verwies Sauter darauf, dass jede öffentliche Stelle, siehe Landratsamt-Neubau, auch repräsentieren wolle. Einladend für den Bürger solle es schon sein, so Sauter. Geschäftsstellenleiter Werner Hölzl versuchte die Wogen zu glätten mit dem Hinweis, dass beim momentanen Planungsstand Bubesheim noch nichts verpasst habe und in der VG bisher gute Zusammenarbeit bestand. Gemeinde- und VG-Rat Gerhard Sobczyk (CSU) dazu: „Der Neubau gehört im Gemeinderat besprochen, auch wenn es laut Satzung nicht sein müsste. Jetzt ist die Planung vergeben, dann müssen wir darüber reden.“ Er sehe schon „im höchsten Maß Salamitaktik“.

Dr. Wolfgang Fichtl, ebenfalls Mitglied im Rat der Verwaltungsgemeinschaft, erinnerte an den Einfluss, den die Gemeinde Bubesheim über das Instrument des Haushalts habe, mit diesen Entscheidungen müsse Kötz dann leben.

Alle Wortmeldungen zusammengefasst, ergab den Eindruck, dass der Gemeinderat nur die Kosten mittragen will, die für Bubesheim nötig sind, und dass das Gremium gehört werden möchte. 2. Bürgermeister Rainer Finkel steht damit mit seiner Meinung offensichtlich nicht alleine da.

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