Freitag, 29. Juli 2016

09. Dezember 2013 16:25 Uhr

Stiftung Bienenwald

Burgau soll noch grüner werden

Für sein besonderes Projekt hat Christian Doll schon über 100 Unterstützer gefunden. Mehr als 250 Bäume und Sträucher wurden gepflanzt. Doch das reicht noch nicht. Von Peter Wieser

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Entlang des Weges nach dem Lammkeller wird die Stiftung Bienenwald demnächst eine größere Fläche erwerben. Rudi Müller (Mitte) gibt Charlotte Kistenmacher und Christian Doll wertvolle Informationen.

Es war schon ein etwas ungewöhnlicher Wunsch, den Christian Doll damals zu seinem 50. Geburtstag geäußert hatte: 500 Bäume. Weg von Monokulturen, sollen sie ökologisch und im Einklang mit der Natur ein „grünes Band“ durch Burgau ziehen. Seit der Gründung der „Stiftung Bienenwald“ im Frühjahr 2012 hat sich einiges getan. Über 250 Bäume und Sträucher wurden seitdem gepflanzt. Wie geht es weiter, welche Flächen eignen sich in naher Zukunft für das Projekt?

Christian Doll und Projektleiterin Charlotte Kistenmacher haben sich zusammen mit Rudi Müller auf den Weg rund um Burgau gemacht, um die bestehenden und geplanten Flächen zu begutachten. Wie von Anfang an, gab der Gartenbauingenieur und ehemalige Technische Direktor des Botanischen Gartens in München, Informationen zur Entwicklung der bereits bestehenden Flächen – zum Beispiel die Streuobstwiese mit den 43 alten Obstbaumsorten, wie „Rote Sternrenette“ oder „Beutelsbacher Rambur“, auf der „Bleiche“, die Apfel-, Birnen- und Kirschbäume an der Rodelbahn oder die Artenvielfalt an der „Schafweide“, nahe der Pyrolyse. Sie ist übrigens in diesem Jahr zweimal „gemäht“ worden: Schafe konnten dort weiden.

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Ein Abstecher führt Richtung Bremental. Ein paar Hundert Meter nach dem Lammkeller wird die Stiftung Bienenwald dort links der Straße eine große Fläche erwerben. „Hier wächst nur noch Gras und kaum noch etwas anderes“, stellt Rudi Müller fest. Die Wiese sei übernutzt und überdüngt. Lediglich einige Maulwurfhaufen sind zu sehen. Ein Zeichen eines dennoch vorhandenen Bodenlebens. Im unteren Bereich stehen Grauerlen, die eigentlich dort nicht hingehören. „Die sollte raus“, Müller zeigt auf eine vereinzelte Birke, die einem daneben stehenden Sprössling einer Eiche das Licht wegnimmt. Hier könnten einige Tümpel entstehen, daneben Weiden, die im frühen Jahr erstes Futter für die Bienen bieten. Mit dem flachen Umbrechen eines etwa zehn Meter breiten Streifens, eventuell mit Auslegen von Mähgut aus dem Bremental, könnte sich das Ganze neu und schneller entwickeln. Eine Planung wird in Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde erfolgen.

Christian Doll betont die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Burgau. Flächen gebe es genügend. Sogar die oft monotonen Grünflächen bei größeren Industriebetrieben – in Burgau gibt es einige davon – könnten entsprechend gestaltet werden, ist man sich sicher. Eine weitere Fläche befindet sich am Schwalbenweg. Hier möchte man an einer Ausgleichsfläche der Stadt Burgau mit zertifiziertem Saatgut eine Blumenwiese anlegen.

Die Anlieger machen mit. Überhaupt: „Mittlerweile sind es über hundert Leute, die der Stiftung Bienenwald nahestehen“, so Doll. Warum die Bezeichnung „Bienenwald?“ Der Burgauer bringt es auf den Punkt: „In dem Moment, wo man einen Raum für Bienen schafft, schafft man Raum für alle Lebewesen.“ Nicht umsonst steht auf der Internetseite ein Zitat von Albert Einstein: „Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ Demnächst wird die Stiftung Bienenwald noch eine weitere Fläche erwerben: Zwischen Schafweide und Silbersee. Das „grüne Band“ wird sich somit immer weiter um Burgau spannen.

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