Burtenbach (emi) - Seit über einem Jahr wird am kommunalen Behör-dennetz des Landkreises Günzburg gearbeitet. Der Nutzung elektroni-scher Medien in der öffentlichen Verwaltung kommt immer mehr Bedeutung zu. Deshalb haben vor einiger Zeit mehrere kreisangehörige Städte und Gemeinden zusammen mit dem Landkreis Überlegungen angestellt, wie die teilweise gleich gelagerten Aufgaben wirtschaftlich gebündelt werden können. "Durch ein landkreisweites kommunales Behördennetz kann die Möglichkeit geschaffen werden, die kommunale Aufgabenvielfalt effektiv und kostengünstig abzuleisten", so Bürgermeister Roland Kempfle.
Der Markt Burtenbach hat sich an den Vorüberlegungen und Vorgesprächen beteiligt. Dabei hat sich gezeigt, dass die Einbindung der Gemeinde in ein kommunales Be-hördennetz Vorteile in vielerlei Hinsicht mit sich brächte. "Dabei sind Erleichterungen und Verbesserungen insbesondere beim Austausch von Daten zwischen den Kommunen und dem Landkreis, bei der Sicherheit im Internet und bei der Beschaffung von einheitlicher Hard- und Software zu erreichen", so Kempfle. Um das Behördennetz nun zeitnah umzusetzen, sollen alle interessierten Gemeinden bis Ende Januar 2010 entsprechende Verträge unterzeichnen.
Mit dem Behördennetz soll ein geschlossenes Intranet geschaffen werden, das den Kommunen sämtlichen Zugriff auf digitale Flurkar-ten, Rundschrieben und andere Dokumente ermöglicht. Gemeinderat Edwin Schnitzlein (Freie Wählervereinigung) sah auch Nachteile durch dieses elektronische Medium. Wenn neue Rundschreiben in gebundener Form an die Rathäuser verschickt werden, schaue man eher nach, als wenn im Intranet auf ein neues Rundschreiben oder auf ein neues Gesetz hingewiesen wird.
Der Bürgermeister stellte klar, dass die Gemeinden schon jetzt per E-Mail auf neue Gesetze und dergleichen hingewiesen werden. Dies werde auch künftig so sein. Zudem biete die Komfortsuche im Internet/Intranet erhebliche Vorteile gegenüber der herkömmlichen Sucherei in einem Gesetzbuch.
Dies sahen die übrigen Marktgemeinderäte ebenso. Sie ermächtigten ihren Bürgermeister, die entsprechenden Verträge mit dem Landkreis Günzburg zu unterzeichnen.
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