Samstag, 18. November 2017

20. August 2014 00:31 Uhr

Energie

Damit das Stromnetz stabil bleibt

Kernkraftwerk Gundremmingen kann auf wechselhaftes Wetter flexibel reagieren. Warum das so wichtig ist

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Trägt mit seiner Flexibilität zur Netzstabilität bei: das Kernkraftwerk Gundremmingen.
Foto: KGG

Eine Wetterlage wie im Herbst, und das mitten im August: Tief Wilma hat in den vergangenen Tagen für Wirbel gesorgt. Derart wechselhaftes Wetter mit Regenschauern, Sonnenschein und starkem Wind stellt hohe Ansprüche an die Flexibilität im Stromnetz. Das Kernkraftwerk Gundremmingen kann auf die schwankende Stromerzeugung aus Wind und Sonne mit Leistungsabsenkungen sehr schnell reagieren und hat das in den vergangenen Tagen gleich mehrfach bewiesen, wie das Unternehmen mitteilt. Als flexibler Partner der Erneuerbaren Energien helfe die Anlage, die fast ein Viertel des bayerischen Stroms erzeugt, das Netz jederzeit stabil zu halten.

Damit das Netz stabil bleibt, müssen Kraftwerke wie Gundremmingen ihre Leistung absenken, sobald die Stromerzeugung aus Wind und Sonne stark ansteigt. Wenn es darum geht, im Netz Platz zu machen für die Erneuerbaren, steht das Kernkraftwerk Gundremmingen einem modernen Gaskraftwerk in nichts nach, heißt es in der Pressemitteilung. „Wir können die Leistung pro Block um bis zu 100 Megawatt pro Minute verringern“, erklärt Produktionsleiter Gerhard Hackel. Aber: „15 Megawatt pro Minute reichen in der Regel aus“, erläutert der Produktionschef.

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Beispiel 17. August: Am vergangenen Sonntag fiel die Stromnachfrage deutlich geringer aus als werktags, denn Wirtschaft und Gewerbe als größte Stromverbraucher machten Pause. Zusätzlich zum starken Wind des Tiefs Wilma kam nach Angaben der Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH (KGG) am Vormittag auch der Strom aus der in Süddeutschland stark ausgebauten Fotovoltaik ins Netz. Die Folge: Gegen 10 Uhr senkte Block B seine Leistung zunächst um 200 Megawatt ab. Am Mittag, zur Spitzenproduktion der Solaranlagen, folgte eine weitere Reduzierung um noch einmal fast 500 Megawatt. Block B wurde jetzt mit halber Leistung betrieben. Nachmittags, bei sinkender Sonne und im Verlauf der nächsten Nacht, hob Block B seine Leistung wieder an.

Pünktlich zum Beginn der Arbeitswoche am Montagmorgen stand er mit 100 Prozent Erzeugungsleistung zur Verfügung, informiert Hackel: „Privatkunden und Wirtschaft wollen sich rund um die Uhr auf eine stabile Stromversorgung verlassen können, bei jedem Wind und Wetter. Dafür sorgt die Mannschaft hier im Kernkraftwerk Gundremmingen.“ (zg)

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