Zunächst wurde das Bildungs- und Teilhabepaket, das bedürftigen Kindern aus Geringverdienerfamilien helfen soll, im Landkreis Günzburg nur schleppend angenommen. Inzwischen kommt die Sache in Fahrt.

Von Berthold Veh
Ursula von der Leyen glaubt an den Segen des von ihr initiierten Bildungs- und Teilhabepakets. „Das Bildungspaket gibt 2,5 Millionen bedürftigen Kindern aus Geringverdienerfamilien mehr Zukunftschancen“, sagt die Sozialministerin. Eingeführt wurde es am 1. April 2011. Der Start war auch im Landkreis Günzburg etwas zäh. Kreisrat Werner Gloning (SPD) forderte deshalb wiederholt in Ausschuss-Sitzungen, dass mehr getan werden müsse, damit die Berechtigten auch in den Genuss des Bildungspakets kommen. Kindern und Jugendlichen soll so der Zugang zu Bildung und die Teilnahme an Aktivitäten von Gleichaltrigen ermöglicht werden. Der Bund stellt dabei Geld für Mittagessen, Schulartikel, Ausflüge, Lernförderung, Vereinsbeiträge, Kulturveranstaltungen … zur Verfügung (siehe Info-Kasten).
Inzwischen weist die Tendenz stark nach oben. „Wir haben reichlich Anträge“, sagt Genoveva Geyer, Fachbereichsleiterin für besondere soziale Angelegenheiten im Landratsamt. Das Bildungs- und Teilhabepaket nehme Fahrt auf. „Es entwickelt sich langsam“, freut sich Geyer. Berechtigt sind Kinder und Jugendliche aus Familien, die Arbeitslosengeld II (Hartz-IV), Sozialgeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen.
Im Landkreis Günzburg haben 1429 Kinder und Jugendliche Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungspaket. 774 Berechtigte, das sind 54,2 Prozent, nutzten bisher das Angebot.
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