Die Sparkasse Günzburg-Krumbach ist an der Rettung der BayernLB mit Millionenbeträgen beteiligt. Für den Kauf der Bausparkasse LBS gibt es aber einen Gegenwert, sagt der neue Verwaltungsrats-Vorsitzende Gerhard Jauernig. Von Berthold Veh

Für Walter Pache ist die Sache klar. „Das Thema BayernLB muss endlich vom Tisch“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Günzburg-Krumbach. Das Gezerre um die nachträgliche Beteiligung der Sparkassen an der Rettung der bayerischen Landesbank müsse ein Ende haben. Denn dieses „Negativum“ schade dem Image. „Da rücken die vielen guten Dinge, die wir tun, in den Hintergrund“, hat der Sparkassendirektor festgestellt. Anlass für die Analyse Paches am Montagmittag im Günzburger Rathaus ist der Wechsel im Verwaltungsrat der Sparkasse Günzburg-Krumbach. Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig hat das Amt im Aufsichtsgremium turnusgemäß von Krumbachs Bürgermeister Hubert Fischer übernommen.
Gerungen wird noch um den Kaufpreis für die LBS. Ein Gutachten habe den Wert auf 700 Millionen Euro beziffert, ein anderes auf 1,2 Milliarden. Im ersten Fall müsste die Sparkasse Günzburg-Krumbach etwa sieben Millionen Euro zahlen, im zweiten Fall zwölf Millionen Euro. Ende Mai werde das entscheidende Gutachten vorliegen. Pache geht davon aus, dass sich der Preis etwas unterhalb der Mitte zwischen den beiden vorliegenden Gutachten einpendeln wird. Dies wären für die heimische Sparkasse knapp neun Millionen Euro. Die Sparkassen bekämen mit der LBS einen Gegenwert, so Jauernig: „Wir kaufen ein. Es ist nicht so, dass die Sparkasse Geld ausgibt, um einen Verlust zu tilgen.“ Auf Kunden habe das Ganze keine Auswirkungen.
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