Ihre Begeisterung für E-Gitarren-Musik, von Punkrock über Hardcore bis zu extremem Metal ist es, was die Vereinsmitglieder verbindet und zu ihren verschieden ambitionierten Aktionen motiviert. Seit August 2006 organisiert der Verein monatlich Konzerte im Rockclub Tom Tom in Haldenwang.

Zum zweiten Mal hat der Verein dieses Jahr im Rahmen des Günzburger Stadtfestes das zweitägige Guntiafestival auf die Beine gestellt, bei dem sich Bands unterschiedlichster Stilrichtungen aus verschiedenen Regionen Europas und aus der Region die Bühne teilen. Während das Festival 2007 auf dem Schlosshof stattfand, war dieses Jahr auf der ehemaligen Jugendhauswiese geballte Rockpower angesagt. Insgesamt zehn Bands sorgten bis in die Nachtstunden für Stimmung und am Sonntag konnte man das EM-Finale auf einer Großbildleinwand verfolgen. "Es war schon beide Male eine organisatorische Herausforderung, aber es hat sich wieder gelohnt", sagt Vereinschef Roland Trubiroha, "die Stimmung war fantastisch, und zu den Stoßzeiten war die Hölle los."
Am Bayerntag der NPD in Günzburg im Juni zeigte der Verein Flagge und beteiligte sich mit einem Infostand am "Aktionsbündnis für Toleranz und Demokratie". Mit dem Erlös wird der Verein "Apabiz" in Berlin unterstützt, der in Zusammenarbeit mit bekannten Rock Bands wie den Ärzten, den Toten Hosen oder den Beatsteaks die die "Kein Bock auf Nazis"-Kampagne ins Leben gerufen hat.
Problematisch ist für den Verein nach wie vor, dass es in Günzburg keine geeignete Location für Live- Konzerte gibt. "Wir müssen regelmäßig Anfragen von Bands ablehnen, da wir im Tom Tom nur einmal im Monat Konzerte veranstalten können", bedauert Peter Siostrzonek. In Günzburg wäre man da zeitlich deutlich flexibler. Zudem ist das Tom Tom gerade für Jugendliche wegen seiner Lage eher unattraktiv.
Vereinsmitglied Thomas Labatzky beklagt den Abriss des Jugendhauses am Forum. "Dort gab es Proberäume und Auftrittsmöglichkeiten für junge Bands.
Es kann nicht sein, dass die große Kreisstadt Günzburg keine Örtlichkeit hat, wo Jugendliche, die sich keinem Sportverein anschließen wollen, ihre Ideen ausleben können", macht er seinem Ärger Luft.
An dieser Stelle setzt die Idee des Dritten Vorsitzenden Benjamin Peschke an, man könne doch eines der vielen leer stehenden Gebäude auf dem Leipheimer Fliegerhorst nutzen, um einen gemeindeübergreifenden Veranstaltungsraum für Jugendkultur einzurichten. "Ich habe meinen Vorschlag der Arbeitsgemeinschaft von Leipheim, Günzburg und Bubesheim sowie der Stadtverwaltung unterbreitet und hoffe, dass so eine Lösung in Erwägung gezogen wird."
Der Verein ist seit der Gründung auf gut dreißig Mitglieder angewachsen, sucht aber nach weiteren Brüdern im Geiste. "Wünschenswert für die Zukunft wären weitere, vor allem auch jugendliche Mitstreiter, die Ideen einbringen und sich engagieren wollen", appelliert Benjamin Peschke an Rock-Begeisterte aus der Umgebung.
Im Internet ist der Verein zu finden unter
www.rockcity-guenzburg.de
Wer Mitglied werden will, kann Peter Siostrzonek mailen:
peter@rockcity-guenzburg.de
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