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Günzburg/Krumbach
26.03.2015

Die Gynäkologen wollen weitermachen

Etwa 530 Babys kamen vergangenes Jahr an der Günzburger Kreisklinik zur Welt. Am Krumbacher Krankenhaus waren es etwa 320 Neugeborene. Die Günzburger Frauenärzte, die als Belegärzte aufhören wollten, möchten sich nun auch in der neuen Abteilung Gynäkologie/Geburtshilfe der Kreisklinik engagieren.

Auch nach der Gründung einer neuen Abteilung an der Günzburger Kreisklinik möchten sich die Frauenärzte in der  Geburtshilfe engagieren. Warum das für sie eine Sache des Herzens ist

Die Gynäkologen Angela Maria Caspari, Ralph Gallinat, Dr. Cornelia Wenske und Arnold Seiler haben eine klare Botschaft. „Wir wollen uns weiter in der Geburtshilfe engagieren“, sagt Caspari am Mittwochmorgen stellvertretend für ihre Kollegen. Bei einer Aussprache mit Kreiskliniken-Vorstand Dr. Volker Rehbein geht es um die Gründung der neuen Hauptabteilung Gynäkologie/Geburtshilfe an der Günzburger Kreisklinik, die auch die Belegärzte in Krumbach unterstützen wird. Dieses Konzept der Geburtshilfe wollen die Günzburger Gynäkologen jetzt gemeinsam mit der Klinikleitung entwickeln. „Wir machen mit Herz Geburtshilfe“, versichert Dr. Cornelia Wenske. Und dies gelte auch für die Hebammen, fügt Anneliese Lamatsch, Sprecherin der Beleghebammen an der Günzburger Kreisklinik, hinzu.

Anlass für die Offensive der Gynäkologen und Hebammen sind die Pläne des Verwaltungsrats zur Gründung der neuen Hauptabteilung Gynäkologie/Geburtshilfe. Die vier Belegärzte, die bisher zusammen mit den Hebammen an der Günzburger Klinik Babys auf dem Weg ins Leben helfen, sind durch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen arg in die Bredouille geraten. Etwa 15000 Euro koste bereits jetzt allein die Haftpflichtversicherung pro Jahr, informiert Caspari. Ab 2017 werde diese Summe auf voraussichtlich 75000 Euro im Jahr steigen. Für eine normale Geburt bekommt ein Mediziner 250 Euro.

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