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27. Januar 2012 23:00 Uhr

Neuheit

Die Wärmflasche wird ökologisch

Hugo Frosch produziert diese Produkte in Deisenhausen frei von Weichmachern. Neue Fertigungsanlage gekauft Von Brigitte Scholz

Deisenhausen Winterszeit – kalte Füße, Erkältungen. Es ist die Zeit, in der der Mensch friert. Da muss eine Wärmflasche her, zwischen die Füße gesteckt, auf den Bauch oder auf den Rücken gelegt. Durch die Wärme erweitern sich die Blutgefäße, die Muskulatur entspannt sich, Wärme kann den Körper durchströmen. Der Mensch schläft besser ein, eine Erkältung ist leichter durchzustehen und so mancher Bauchschmerz kann vergehen.

Seit 1999 produziert die Firma Hugo Frosch am Ortsrand von Deisenhausen auf einem unscheinbaren Betriebsgelände Wärmflaschen für Deutschland, das europäische Ausland, mittlerweile auch für Kunden über die Grenzen Europas hinaus.

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Betriebsinhaber Hugo Frosch kann seit der Gründung auf ein stetiges Wachstum seiner Firma verweisen. Neue Ideen und ständige Verbesserungen sind die Basis für den Erfolg. So tüftelte er seit dreieinhalb Jahren an der Entwicklung einer neuen, ökologischen Wärmflasche. „Die Verbraucher denken um und wollen PVC- und weichmacherfreie Produkte. Denn Inhaltsstoffe von Weichmachern wie etwa Phthalate stehen im Verruf, gesundheitsschädlich zu sein“, sagt er. Alle Frosch-Wärmflaschen sind nun schon seit drei Jahren phthalatfrei.

Die neue Öko-Wärmflasche ist zudem PVC- und Weichmacher-frei. Sie ist formstabil, das heißt, sie behält ihre Form, auch voll mit heißem Wasser. Überhaupt machen die Große und die Kleine „Classic Comfort“ und „Junior Comfort“ einen soliden Eindruck. Hugo Frosch hat für sein neues Produkt einen praktischen, patentierten Verschluss entwickelt. Diese Ökowärmflasche ist um 40 Prozent leichter als eine herkömmliche. Der Materialverbrauch wird deutlich eingeschränkt und der Energieverbrauch wurde auf ein Drittel reduziert. Beide Maßnahmen tragen neben der Schadstoffreduzierung zur Ressourcenschonung bei – und das Produkt ist komplett recycelbar. Die „Neue“ kommt in dezentem Weiß daher, aber das wäre Hugo Frosch zu fad. Zusammen mit seinem Designer wurden witzige „Anzüge“ zum Drüberziehen entwickelt: in Strick von der schwäbischen Alb; Bezüge mit Reißverschluss und lustigen Motiven als Blickfänge. Nicht nur das Auge wird angesprochen, auch fühlt sich so ein Teil gut an. Bis nach Südkorea drang schon der gute Ruf der Öko-Neuentwicklung, die komplett „Made in Germany“ ist. Kürzlich ging daher eine große Lieferung per Luftfracht nach Seoul.

Für die Herstellung der Ökoflasche war die Anschaffung einer völlig neuen Fertigungsanlage notwendig – eine Investition von mehr als 300 000 Euro. In der Firma Hugo Frosch sind zwölf Mitarbeiterinnen fest beschäftigt, in Stoßzeiten kommen Aushilfen dazu. Seit fast zwei Jahren wird in drei Schichten rund um die Uhr gearbeitet. Kommt ein Großauftrag herein, muss der oft innerhalb weniger Tage erledigt werden. Viele Handgriffe sind nötig, bis so ein Teil rausgeht: Jede einzelne Flasche wird nach der Herstellung kontrolliert, in den Überzug gesteckt, etikettiert, verpackt und verladen.

Hugo Frosch sieht klare Vorteile bei der Herstellung seiner Produkte in Deutschland: Er kann pünktlich liefern und die Qualität ständig kontrollieren. Die Anlagen kennt und wartet er selbst, er schult seine Mitarbeiterinnen regelmäßig. Mittlerweile wird die Raumkapazität knapp, der Vermieter des Betriebsgeländes erweitert nun um einen angrenzenden Bau für Sozialräume und Lagerkapazität.

Auf 2011 zurückblickend meint der Unternehmer: „Da haben wir erstmals mehr als eine halbe Million Wärmflaschen verkauft. Und für die Zukunft erwarte ich mit der Ökowärmflasche eine weitere Steigerung, nicht zuletzt durch die bereits durchgeführte Verstärkung des Vertriebsteams und den Vertrieb über das Internet.“

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