Montag, 22. Januar 2018

28. Juni 2009 18:30 Uhr

Dohlen und Falken im Turm aufgezogen

Günzburg (alk/pm) - Der Vogelschutz in der Günzburger Hofkirche hat wieder einen großen Erfolg gelandet. Zunächst konnte die Taubenpopulation zugunsten von Turmfalken verringert werden (wir berichteten). In diesem Jahr gelang es dem Verein "Freunde der Hofkirche Günzburg" mit Unterstützung mehrerer Fachleute, neun Jungtiere der Dohlen - eine ebenfalls bedrohte Art - in den beiden Türmen aufzuziehen. Das berichtete Ralf Steinke, der stellvertretende Vorsitzende.

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Nach jahrelangem Bemühen (Stichwort: "Eier schütteln") war die Taubenpopulation im Nachgang zur Außenrenovierung "auf ein gebäudeverträgliches Maß" gesenkt worden, so Steinke. Auch der große Taubenschwarm, der Anfang Dezember 2008 plötzlich von außen in die Stadt "einfiel", hat sich den Brutraum nicht erobern können.

Dank professioneller Beratung des Vogelschutzbundes und persönlicher Begleitung durch den Vorsitzenden Stefan Böhm sowie Franz Fieber konnte vergangenes Jahr ein großer Erfolg verbucht werden: In vier Gelegen mit 18 Eiern wuchsen 14 Turmfalken bis zum Erwachsenenalter heran und flogen aus. Zusammen mit den Eltern umkreiste ein stattliches "Geschwader" von 20 Falken eine Zeit lang das Schloss. "Schlechte Zeiten für Maus und Taube", so der Verein. Einer der Falken war allerdings nicht kräftig genug. Mesner Steinke fing ihn im Schlosshof ein. Unter der liebevollen Pflege im Greifvogelpark Michael Menter in Konzenberg erlebte das Tier seine "Flugreife" und wurde in die Freiheit entlassen.

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Dritte Bürgermeisterin Dr. Angelika Fischer machte weiter Mut und stand dem Verein "Freunde der Hofkirche" fachlich begleitend zur Seite. Der Erfolg blieb wieder nicht aus. Heuer waren die Dohlen schneller mit der Nestsuche. Die Turmfalken brüteten in nur zwei Gelegen sechs Nachkommen aus. Aus vier Gelegen flogen neun Jungtiere der Dohlen aus. Der Lärm am Wochenende erschreckte sogar den Öffnungsdienst der Kirche. "Diese Tiere sind ungleich lauter als Falken. Unüberhörbar genossen die Jungtiere mit ihren Eltern, endlich Wind unter die Flügel zu bekommen", schildert Steinke.

Tauben haben da nur wenig Chance

Tauben spielen seit zwei Jahren nun nur noch eine Nischenrolle, da sowohl Falken als auch Dohlen ihnen nicht gerade wohl gesonnen sind. "Ein unbezahlbarer Erfolg für die Tierwelt, die in Günzburg ihren Artenreichtum erhalten kann", stellt der stellvertretende Vorsitzende fest. Für die Gebäude, die nicht mehr so sehr unter dem aggressiven Taubenkot leiden, sei dies ein echter "geldwerter Vorteil". Auch die Beschäftigten der drei Behörden, deren Autos sauberer heimkommen, und die Jugendgruppe der Freunde der Hofkirche, die die "Dreckarbeit" im Wesentlichen bewältigen, sind froh darüber. Sie sehen buchstäblich den Erfolg ihrer Hände Arbeit davonfliegen.

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