In der Monument Art Galerie steht der Dreiklang Mensch – Tier – Landschaft für die Künstler Josef Lang, Abi Shek und Peter Lang

Jettingen-Scheppach Lang – Shek – Lang ist Mensch – Tier – Landschaft. Mit einem Künstlertrio lockt derzeit Sandra Doll in ihrer Monument Art Galerie Besucher nach Scheppach. Ihnen gemeinsam ist die Konzentration auf ein Thema. Und die Umsetzung ihres Motivs. Sie beziehen sich auf gegenständliche Objekte, eben auf den Menschen, auf Tiere oder die Landschaft. Doch ihre Kunstwerke sind kein Abbild der Realität. Sie geben Eindrücke wieder.
Josef Lang, der Holzbildhauer aus Landsberg, hat im Landkreis schon viel Aufmerksamkeit erregt. Seine monumentalen Menschen ziehen beispielsweise in Burgau die Blicke auf sich. Doch Josef Lang denkt und arbeitet nicht nur überdimensional. In der Scheppacher Ausstellung können auch kleinformatige Figuren und Büsten entdeckt werden. Sie entstehen mit der Kettensäge. Die Holzstruktur, oft mit Rissen durchzogen, die grobe Oberfläche, die monochrome Farbgestaltung sind die Merkmale seiner Werke, die kolossal, titanenhaft, schwer erscheinen. Die Lang-Menschen mit ihren klumpigen Füßen scheint nichts umzuwerfen, nichts aus ihrer Erdverbundenheit lösen zu können.
In Scheppach bilden sie einen prickelnden Gegensatz zu den im weißen Nichts stehenden Tieren von Abi Shek. Der in Stuttgart ansässige Künstler ist seit seiner Kindheit im Kibbuz auf das Engste mit Tieren verbunden. Doch in der Kunst sind sie für ihn weit mehr als Tiere. Wie die Fabeln von der Antike bis zu La Fontaine will er seine Tierbilder auf den Menschen reflektiert sehen.
Shek hat seine Tiere auf Grundzüge reduziert, spürt dem Wesen der Naturhaftigkeit nach. Der Künstler kommt mit drei Farben aus: Weiß als Hintergrund, Blau und Schwarz. Er arbeitet mit Holzschnitt und Tuschezeichnung, kombiniert bisweilen die Techniken. So entstehen ohne Perspektive archaisch anmutende Bilder, die sowohl prähistorische Höhlenmalerei assoziieren als auch fernöstliche Holzschnitt- und Tuschearbeiten.
Peter Lang steht in der Ausstellung für Landschaft. Der Oberpfälzer ist ein echter Landschaftsmaler. Er arbeitet vor Ort, zieht durch ganz Europa, ja sogar bis nach Südamerika, um Licht- und Landschaftsstimmungen einzufangen und in seinen Bildern wiederzugeben. Lang komponiert Farbe und Licht, die Formen einer Landschaft lassen sich in manchen Bildern erahnen, doch sie treten ganz in den Hintergrund. Sie scheinen gereinigt von allem, was an Dinglichkeit im Blickfeld stehen könnte, von Zivilisation, von Menschen, von Natur. Die räumliche Dimension tritt in den Hintergrund, lässt sich aber vom aufmerksamen Betrachter stets entdecken, einem Vexierbild gleich.
Mit der Schlagschnur entstehen Farbschichten
Peter Lang hat eine ganz eigene Technik für seine Landschaftsimpressionen entwickelt: In mehreren Schichten entstehen seine Bilder. Auf die stimmungstragende Grundierung wird ein Bindemittel aufgetragen. Mit einer horizontal gespannten Schlagschnur, die er mit reinen Pigmenten färbt, trägt er weitere farbige Schichten auf. So bekommen seine Bilder eine strenge, architektonisch wirkende Struktur, die im Spannungsfeld zur emotionalen Qualität der Pigmentfarben steht.
Die Ausstellung Lang - Shek - Lang Mensch, Tier, Landschaft ist noch bis 11. März in der Monument Art Galerie zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon (08225) 30 77 42. Führung: „Mehr als Augenreisen“ am 11. März, 16 Uhr.
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