In Serpentinen geht es ab Dezember barrierefrei von der Ichenhauser Straße ins Herz der Günzburger Altstadt. Diskussionen gab es im Stadtrat um einen Aufzug. Von Berthold Veh



Sie ist steil, die Treppe, die von der Ichenhauser Straße nach oben zum Schlossgarten führt. Für Senioren, Menschen mit Handicap und Mütter mit Kinderwagen ist sie nur schwer oder gar nicht zu bewältigen. Dies wird nun anders. Der Günzburger Stadtrat hat in seiner Sitzung am Montagabend die Planung für den „barrierefreien Aufgang zum Schlossgarten“ beschlossen. Hinter dem nüchternen Titel verbirgt sich mehr, denn es soll ein „Erlebnisweg“ von der Weststadt ins Herz der Altstadt werden. Etwa 490000 Euro kostet das Projekt, das im Dezember fertig sein soll.
Oberbürgermeister Gerhard Jauernig sprach von „wegweisenden Beschlüssen“ für Günzburg, denn das Plenum beschloss am Montag auch den Plan für die Neugestaltung der Ulmer Straße. Beim Erlebnis-Aufgang zur Altstadt gab es allerdings eine längere Debatte. FWG/GBL-Fraktionsvorsitzender Manfred Proksch machte sich für die Errichtung eines Aufzugs stark: „Der lange Serpentinenweg verdient nicht die Bezeichnung barrierefrei.“ Er sei städtebaulich zwar schön anzuschauen, erfülle aber seine Funktion für Rollstuhlfahrer, Senioren und Mütter mit Kinderwagen nicht. Proksch zeigte eine Vorlage mit dem Beispiel der Stadt Engen, die eine ähnliche Situation mit einem Aufzug gelöst habe. Er konnte sich aber nicht durchsetzen.
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