Die Stadt Ichenhausen ehrt Bauunternehmer und Ex-Stadtrat Engelbert Steinle mit dem Ehrenring. Er unterstützte bei der Planung des entstehenden AWO-Seniorenheims Von Rebekka Jakob

Ichenhausen Es ist eine Auszeichnung, die immer wertvoller wird – nicht nur wegen des derzeit wieder steigenden Goldpreises: der Ehrenring der Stadt Ichenhausen, ein Ring aus purem Gold mit dem Wappen der Stadt. Erst zwei Menschen sind Träger der Auszeichnung. Nach Kurt Kober (2006) ist nun Engelbert Steinle, Geschäftsführer der Firma Abenstein, mit dem Ring geehrt worden.
Die Auszeichnung sei „ein Zeichen der Anerkennung und des Dankes Deiner Stadt Ichenhausen“, so Bürgermeister Hans Klement an Engelbert Steinle gewandt. Der Stadtrat habe im August 2011 einstimmig beschlossen, sein ehemaliges Mitglied Steinle zum zweiten Ringträger zu machen. 1984 hatte er von seinem Schwiegervater Moritz Schmid die Leitung des Familienunternehmens Abenstein übernommen – zu einer schwierigen Zeit in der Baukrise wechselte er mit seiner Familie von München nach Ichenhausen, um das Bauunternehmen zu leiten.
Vorreiter auf dem Markt bei Betreutem Wohnen
„Mit Eigeninitiative, Ausdauer, Mut und kaufmännischem Geschick“, so Klement, habe Steinle es geschafft, das Unternehmen in die Zukunft zu führen. „Dafür verdienst Du mit Deinen Mitarbeitern unseren Respekt.“ Das mittlerweile 85 Jahre alte Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern baut heute Einfamilienhäuser, aber auch Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Industriebauten, Kläranlagen und Brücken, und hat sich besonders im Bereich der Altstadtsanierung und dem Seniorenwohnungsbau einen Namen gemacht. „Beim Betreuten Wohnen und Ärztehäusern ist Abenstein Vorreiter auf dem Markt.“
Dass Steinle die Stadt deshalb bei der Planung der Seniorenwohnanlage der Arbeiterwohlfahrt, die derzeit in Ichenhausen entsteht, unterstützten konnte, war deshalb ein Glücksfall, wie Klement ausführte. Steinle brachte seine berufliche Erfahrung und seine Kontakte ein und beriet den Stadtrat, dem er von 1990 bis 2008 selbst angehört hatte. Ende des Jahres soll das neue AWO-Heim eingeweiht werden. Auch diesen Einsatz wolle die Stadt mit der Verleihung des Ehrenrings würdigen, so Bürgermeister Klement.
Steinle, der sich für die Verleihung eigens einen kleinen Rahmen gewünscht hatte, erinnerte an seine Anfänge im Unternehmen. „1984 hat das Schicksal meine Frau und mich nach Ichenhausen geführt“, so Steinle. Es sei der liebenswürdigen Hartnäckigkeit seines Schwiegervaters Moritz Schmid geschuldet gewesen, dass das Ehepaar, das sich in München sehr wohl gefühlt hatte, in die Kleinstadt Ichenhausen wechselte. „Damals hätte ich nicht gedacht, dass ich drei Jahrzehnte später eine solche Auszeichnung erhalten würde.“
Im Beisein seiner Frau Ulrike sowie seiner Töchter Franziska und Theresa nahm Steinle den Ehrenring entgegen – erster Gratulant war Co-Ringträger Kurt Kober. Umrahmt wurde der kleine Festakt vom Gitarrenensemble der Musikschule Ichenhausen und dem Team der Schülerfirma „Panini“ aus der Realschule Ichenhausen, das die Gäste anschließend beim Stehempfang im Unteren Schloss bewirtete.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: