Samstag, 1. Oktober 2016

15. Dezember 2013 07:38 Uhr

Landkreis Günzburg

Ein Stück Heimat auf dem Gabentisch

Für ein originelles Geschenk muss man nicht in die Ferne schweifen: Das sind unsere Tipps für Präsente, die aus der Region kommen Von Irmgard Lorenz

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„Ich habe dich so lieb! Ich würde dir ohne Bedenken Eine Kachel aus meinem Ofen schenken.“ Na ja, das ist auf jeden Fall lieb gemeint und zumindest ein bisschen warm würde es dem Beschenkten da sicher auch ums Herz. Über die praktische Umsetzung dieser Geschenkidee von Joachim Ringelnatz schweigen wir lieber. Andererseits: Die Suche nach der passenden Weihnachtsgabe kann ganz schön Kopfzerbrechen machen.

Etwas Besonderes soll es natürlich sein, etwas, das die Zuneigung des Schenkenden ausdrückt. Etwas, das der Beschenkte noch nicht hat – oder wenigstens trotzdem gut brauchen kann. Vor allem: Freude soll es machen! Und es könnte ja auch aus der Region stammen, vielleicht sogar aus dem Nachbarort oder aus dem eigenen Dorf, der eigenen Stadt.

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Über Bücher freuen sich viele Menschen, aber wer aus Burgau stammt oder dort lebt, findet vielleicht an Eva Kirchers Roman „Die einen so – die anderen so“ besonderen Gefallen. „Krimi, Liebesgeschichte, Alltagsgeschichte und Gesellschaftsroman“, alles in einem sei dieser „Schmökerspaß“, sagt die Burgauer Buchhändlerin Waltraud Pfob über das Erstlingswerk von Eva Schürßner, die unter ihrem Mädchennamen Eva Kircher „ein oft sehr detailgenaues Bild der Stadt und ihrer Akteure“ beschreibt. Vielleicht teilt so mancher Leser die Erinnerung von Massimo, der im Burgauer Schloss zur Schule ging, die hohen Räume dort bestaunte und als Kind natürlich auch seinen Spaß an den alten knarrenden Holztreppen hatte. Für Erwachsene, „ab 40 Jahren und aufwärts“ sei das Buch vor allem eine nette Unterhaltung, sagt Pfob, „wer´s gelesen hat, verschenkt´s auch gern.“

Ganz sicher nur für Erwachsene ist das, was Helmut Schenk aus dem Obst der alten Bäume in seinem Garten macht: Obstbrände und Liköre. „Ich weiß gar nicht alle Sorten, die ich im Garten hab“, sagt der 39-jährige Landwirt aus dem Bibertaler Weiler Emmenthal. Sein Opa Gottfried Schenk hat vor vielen Jahren die Bäume gepflanzt und auch das Brennrecht aus der baden- württembergischen Heimat ins Bibertal mitgebracht. Zwei Birnenbrände hat Helmut Schenk neben anderen Obstlern im Angebot, Williams Christ und die Weißenhorner Birne, die auch als „Johannisbirne“ bekannt ist. Klare Schnäpse seien eher für die Älteren, sagt der Landwirt, die jüngeren trinken lieber Likör, vor allem Frauen. Heuer zum ersten Mal gibt es bei ihm einen Lebkuchenlikör. „Ich bin gespannt, wie der ankommt bei den Leuten.“

Gern verschenkt – oder selber genossen – wird auch der Biersenf, den die Autenrieder Schlossbrauerei mit ihrem Urtyp dunkel als süßen Senf zur Weißwurst anbietet. Wie auch Badesalz, Duschgel und Ölbad mit Hopfenextrakten wird der Senf außer Haus produziert, aber von der Chefin selbst gemacht sind der Bierlikör und das Biergelee. In beidem steckt der Leonhardibock aus Autenried. „Am besten warm, mit einem Sahnehäubchen drauf“, schmeckt der Likör, sagt Chefin Celia Feuchtmayr. Und weil das Auge mittrinkt, gibt es sogar die passenden Biergläser im Puppen- Format dazu. Das fast goldfarbene Gelee ist schon zum Frühstück geeignet: Der Alkohol ist beim Kochen verflogen, es schmeckt süß.

Dazu passt dann auch eine Tasse Kaffee, beispielsweise die „Günzburger Festtagsmischung“, die die Günzburger Nahrungsmittelfabrik Strehle aus Hochlandbohnen komponiert und röstet. Diesen Kaffee schätzen auch Touristen sehr, sagt Christine Gorzitze von der Günzburger Touristinformation, und leuchtend rote Tassen gibt es in der Info am Schlossplatz gleich dazu. Vielleicht ein Geschenk für besonders in der Weihnachtszeit heim-weh-mütige Günzburger, die es in die weite Welt verschlagen hat?

Nicht zum Verbrauch oder Verzehr geeignet, sondern ein Geschenk von bleibendem Wert, aber ebenfalls mit Heimatbezug und obendrein mit Geschichte ist der silberne Maria-Theresien-Taler, den es auch bei der Touristinformation gibt. Nur wenige Schritte sind es von dort zur ehemaligen Münzprägestätte, von der aus der berühmte Maria-Theresien-Taler als einst begehrtes Zahlungsmittel seinen Siegeszug antrat.

Aber nicht nur die Günzburger haben ihren Taler. Von Burgau, Leipheim, Ichenhausen und auch von Günzburg gibt es Städtemedaillen, die die Volksbank auflegt. Die Münzen von Günzburg und Ichenhausen sind allerdings zurzeit ausverkauft, sagt Bankkauffrau Kathrin Pfeiffer. Was zumindest im Fall von Ichenhausen besonders schade ist, denn zur Feier des 100-jährigen Bestehens als Stadt hätte die Münze ein wunderbares Geschenk abgegeben. Aber auch in diesem Fall findet sich für warmherzige Schenker der passende Satz bei Ringelnatz: „Die Löcher sind die Hauptsache an einem Sieb. Ich habe dich so lieb.“

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