Berufsbetreuer im Kreis Günzburg wollen vor allem sozial Schwachen helfen

Mitglieder des Arbeitskreises der Berufsbetreuer im Landkreis Günzburg haben den Bestattungsverein Schwaben ins Leben gerufen. Fachliche Unterstützung erhält der Verein von derGünzburger Bestattungsdienst GmbH. „Der Verein will in erster Linie für sozial schwache Menschen eine Bestattungsvorsorge bieten. Die Sozialämter gewähren Bestattungskosten meist nur im Rahmen der billigsten Bestattungsform. Dabei handelt es sich oft um eine anonyme Feuerbestattung“, erläutert Thomas Messingschlager. Der Berufsbetreuer aus Günzburg wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Ihn vertritt Volkmar Walczyk als zweiter Vorsitzender.
Eine immer größere Anzahl der Bevölkerung kann laut Messingschlager für eine persönliche Bestattungsvorsorge nicht auf Angehörige zählen. Sie hat keine Kinder oder aus dem Angehörigenkreis will sich niemand um sie kümmern. „Sind diese Menschen auch noch auf die sozialen Sicherungssysteme unseres Staates angewiesen (Sozialhilfeempfänger bei Heimunterbringung oder in der eigenen Wohnung), so ist eine Bestattungsvorsorge mit einer der üblichen Versicherungen problematisch“, so der Vorsitzende.
Entsprechend seiner Satzung sieht der Verein seine Aufgabe in der Beratung und Fürsorge zur Durchführung einer würdigen Bestattung. Mittlerweile gibt es nach Auskunft des neuen Vereins eine Vielzahl von Bestattungsarten: anonyme Erd- oder Feuerbestattung, Almwiesenbestattung, Baumbestattung, Diamantbestattung, Erdbestattung, Felsbestattung, Flugbestattung, Kryonik, Naturverstreuung, Plastination, Promession, Seebestattung usw.
Angehörigen falle es oft schwer, eine Bestattung zu organisieren, weil sie keine oder nur vage Kenntnisse von den Bestattungswünschen des Verstorbenen haben. Eine selbst verfasste Bestattungsverfügung gibt den Besorgern der Bestattung die notwendigen Informationen an die Hand, sagt Messingschlager.
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