Leipheim Der Ärger ist noch nicht verflogen. Deshalb waren die Putzarbeiten im Rahmen der energetischen Sanierung der Leipheimer Güssenhalle jetzt auch noch einmal Thema in der Stadtratssitzung. So "wurden entgegen der ausgeschriebenen Produkte alternative Materialien" von der beauftragten Firma verwendet, wie es in der Sitzungsvorlage hieß. Dies sei zum Zeitpunkt der Submission aber nicht erkennbar gewesen, wie Daniel Lanzendörfer vom Ingenieurbüro Degen und Partner jetzt in der Stadtratssitzung erklärte. Ganz im Gegenteil: Die ersten drei Angebote hätten preislich nah beieinandergelegen. Nachdem feststand, dass sich die Firma, die den Zuschlag für die Arbeiten bekommen hatte, nicht an die Ausschreibung gehalten hatte, gab es Ärger unter den Mitbietern. Das konnte der Stadtrat nachvollziehen: "Man muss sich an die Ausschreibung halten", schimpfte Karin Nusser (CSU).

"Es sind keine Nachteile zu erwarten"
Bei einem Ortstermin mit dem Architekten wurde nun mitgeteilt, dass während der Ausführung festgestellte Mängel beseitigt und eine Preisminderung vereinbart wurden. Es gehe bei den verwendeten Materialien um Produkte eines namhaften Herstellers, hieß es in der Sitzung. Lanzendörfer erklärte: "Es sind keine Nachteile zu erwarten." Horst Galgenmüller (UWG) fasste zusammen, was einige Stadtratsmitglieder bemängelten: "Für die Stadt ist es so o.k., für die mitbietenden Firmen sicher nicht." Denen sei Schaden entstanden, weil sie den Auftrag nicht bekommen hätten.
Verzögerungen bei der Sanierung des Daches
Wie Lanzendörfer weiter berichtete, gehe die energetische Sanierung der Güssenhalle insgesamt aber gut voran. Das Wetter habe nicht mitgespielt, weshalb es Verzögerungen bei der Sanierung des Daches gebe. Der Planer sprach von zwei kleineren Wassereinbrüchen. Die Putzarbeiten seien mittlerweile aber so gut wie abgeschlossen. (kabe)
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