Dienstag, 30. August 2016

21. Dezember 2013 11:04 Uhr

Landkreis Günzburg

Er führte sich auf wie die Axt im Walde

Ein Mann kommt mit einem Beil in die Raiffeisenbank Bühl. Der Bankangestellte alarmiert die Polizei. Der Mann wehrt sich und beleidigt die Beamten. Jetzt muss er ins Gefängnis Von Manuela Antosch

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In Bibertal kam ein Mann mit einer Axt in die Bankfiliale.
Foto: dpa (Archiv)

Mit der Axt zur Bank: Diese Aktion endet für einen 53-Jährigen im Gefängnis. Denn der Bankangestellte alarmierte die Polizei, die kam mit einem Großaufgebot und wollte den Betrunkenen festnehmen. Der wollte das nicht einsehen und beschimpfte und verletzte die Polizeibeamten. Dafür stand er jetzt vor Gericht. Die Strafe: sechs Monate Haft.

Der Mann war am Vormittag des 30. April in die Raiffeisenbank Bühl gekommen und wollte ein Konto eröffnen. Was dem Bankangestellten Sorgen machte: Der 53-Jährige aus dem Landkreis hatte in einer Plastiktüte ein Beil dabei. Am Nachmittag hielt er sich dann wieder in der Umgebung der Bank auf. Zeugen berichten, er sei barfuß gewesen und habe sich mit der Axt auch am Rücken gekratzt. Deshalb rief der Bankangestellte die Polizei.

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Die rückte mit einem Großaufgebot an – man könne ja nie wissen, was jemand mit dem Beil vorhat, sagte ein Polizist vor Gericht. Der Angeklagte meinte dagegen, das sei alles ein „Missverständnis“ gewesen: Er habe zuvor mit einem Kumpel Abschied gefeiert und hatte getrunken. „Mit der Axt hatte ich nichts vor.“

Bis dahin hatte der 53-Jährige sich an diesem Tag strafrechtlich nichts zu schulden kommen lassen. Als die Polizei ihn dann zuhause antraf, flippte er jedoch aus. Er beleidigte und bedrohte die Polizisten und trat nach ihnen. Sie konnten ihn überwältigen und brachten ihn ins Bezirkskrankenhaus, wo er zwei Wochen lang bleiben musste. Filmaufnahmen eines Polizisten zeigten in der Verhandlung, dass die Flüche und Beleidigungen auf der ganzen Fahrt dorthin weitergingen und er sich überhaupt nicht beruhigen ließ. Die Folge: eine Anklage wegen Beleidigung, Bedrohung, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Pikant: Der Mann war erst zwei Wochen vor der Tat aus der Haft entlassen worden. Jetzt muss er wieder ins Gefängnis. Eine Freiheitsstrafe auf Bewährung kam für Richter Walter Henle nicht infrage, denn der Angeklagte ist mehrfach einschlägig vorbestraft und saß schon mehrmals in Haft. Auch wenn der Mann jetzt einen neuen Job bei einer Zeitarbeitsfirma gefunden hatte, glaubte Richter Henle nicht an eine positive Sozialprognose: „Sie können mit Ihren Emotionen nicht umgehen und Sie trinken immer wieder Alkohol.“

Eine fatale Kombination, die wohl auch an jenem Tag im April zum Ausrasten geführt hatte. Der Mann hatte 1,3 Promille Alkohol im Blut. Ein Gutachter bescheinigte ihm einen impulsiven und emotional instabilen Charakter. Eine Persönlichkeitsstörung liege zwar nicht vor und auch keine Alkoholsucht; bei der Tat sei der Angeklagte aber vermindert schuldfähig gewesen.

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Ein Artikel von
Manuela Bauer

Augsburger Allgemeine Land
Ressort: Lokalnachrichten


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