Dienstag, 28. Juni 2016

31. Oktober 2013 00:44 Uhr

Lesung

Erinnerung an Ernst Hardt

Internationaler Literaturclub Günzburg befasst sich mit dem berühmten Dichter, der 1947 in Ichenhausen starb

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Ein Gedenkstein erinnert in Ichenhausen an Ernst Hardt. Das Foto entstand bei der Enthüllung des restaurierten Denkmals am 5. Mai 2007: (von links) Bürgermeister Hans Klement, Wirtschaftsvereinigungs-Vorsitzender Franz E. Zenker, Cornelia Schmalz-Jacobsen, die Enkelin von Ernst Hardt, und Joseph Reichensperger.
Foto: Sammlung Literaturclub

Ichenhausen Für viele Ichenhauser dürfte er immer noch unbekannt sein: der Dichter Ernst Hardt. Er ist am 3. Januar 1947 im Alter von 70 Jahren in Ichenhausen gestorben. Mit Hardts Leben und Werk befasste sich jetzt auf Initiative von Bürgermeister Hans Klement der Internationale Literaturclub Günzburg bei einer Veranstaltung im Rokokosaal des Unteren Schlosses in Ichenhausen.

Ernst Hardt, geboren am 9. Mai 1876 in Graudenz (heute Grudziadz, Polen), war Dichter, Dramatiker, Schriftsteller, Übersetzer und Intendant des Nationaltheaters Weimar und des Vorgängers des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Clubmitglied János Balog trug Gedichte von Ernst Hardt vor. Referent der Veranstaltung war Joseph Reichensperger. Der Ichenhauser gilt als einer der großen Kenner des Schriftstellers und besitzt das zweitgrößte Ernst-Hardt-Archiv in Deutschland. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich mit Leben und Werk Hardts, der seine letzten Lebensjahre in Ichenhausen verbrachte. Reichenspergers Interesse an Hardt weckte die Gedenktafel am Striebel-Haus in Ichenhausen.

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Der Referent zeigte Fotos, Videos, Dokumente und Briefe von und an Ernst Hardt. Der Dichter stand im Briefwechsel mit Zeitgenossen wie Konrad Adenauer, Bert Brecht, Elke Lasker-Schüler, Heinrich Mann, Rainer Maria Rilke, Arthur Schnitzler und Stefan Zweig. Einen besonderen Akzent legte der Ichenhauser Forscher auf des Dichters Position während der Zeit des Nationalsozialismus’, den Hardt trotz des Berufs- und Schreibverbots überlebte. Seit 1943 wohnte Hardt mit seiner dritten Frau Tilla Schmalhorst in Ichenhausen, Günzburger Straße 31, im Haus der Familie Striebel. Seine letzten Jahre konnte er, vertrieben aus Berlin, verarmt und von Krankheit gezeichnet, aber doch glücklich und zufrieden in dem „kleinen, frisch tapezierten und überall lackierten Zimmerchen bei Fam. Striebel“ (Zitat Ernst Hardt) und an seinem Lieblingsort, der Wilhelmshöhe in Ichenhausen, verbringen. Elisabeth Striebel, in deren Besitz sich persönliche Sachen Hardts befinden, nahm ebenfalls an der Lesung teil. Nach dem Tod des Dichters am 3. Januar 1947 in Ichenhausen wurde dessen Asche auf den Äckern der Wilhelmshöhe verstreut, wo heute ein Gedächtnisstein an ihn erinnert.

Die vom holländischen Komponisten Rudolf Mengelberg (1892 bis 1959) vertonten Gedichte Hardts in der Interpretation des holländischen Sängers Frits Kamp und der Sängerin Natalia Zalesskaja (Münchner Gesangsschule „Arioso“) bildeten einen fantastischen Abschluss des Vortrags. Zweiter Bürgermeister Franz E. Zenker sagte, dass die Veranstaltung Interesse an der Persönlichkeit Hardts geweckt habe. Sie sollte, so Zenker, nochmals in größerem Rahmen im Landkreis wiederholt werden. (zg)

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