Landratsamt, Polizei und Veranstalter sind mit dem Verlauf der Faschingssaison im Landkreis zufrieden. Sie verlief größtenteils friedlich und ruhig. Mit einer Ausnahme. Von Angela Effenberger
„Bussi statt Fäuste, keine Gewalt im Fasching“ – mit diesem Slogan bezogen etliche Faschingsgruppen bei Umzügen deutlich Stellung. Und tatsächlich: Die Saison verlief ruhig und friedlich, heißt es von Seiten der Polizei und des Landratsamtes.
„Grundsätzlich können wir zufrieden sein“, sagt Stefan Müller, Leiter der Polizeiinspektion Burgau. Die Umzüge und Veranstaltungen seien deutlich ruhiger verlaufen, als in den vergangenen Jahren. „Das geschnürte Maßnahmenpaket hat sich bewährt und ist sinnvoll“, schlussfolgert Müller.
Ganz ohne Zwischenfälle verlief der Fasching dann aber doch nicht. Einige Jugendliche, so Müller, mussten betrunken in Gewahrsam genommen werden. Ein Teil hatte sogar so viel Alkohol getrunken, dass die Jugendlichen ins Krankenhaus gebracht wurden. Auch einige Körperverletzungen gab es nach Angaben des Burgauer Polizeichefs.
Trauriger Höhepunkt war ein 19-Jähriger, der bei einer Faschingsveranstaltung in Jettingen am Dienstagabend drei Beamte leicht verletzt hat.
Ansonsten sei aber alles ruhig verlaufen. Nur bei einem Thema müsse man nachbessern, sagt Polizeichef Mülller: Das Glasflaschenverbot wurde häufig nicht eingehalten. Ansonsten seien die Wagenbauer und Veranstalter „im höchsten Maße“ bemüht gewesen, die Vorschriften des Landratsamtes umzusetzen.
Ernst Maguhn, Leiter der Polizeiinspektion Günzburg, sagt: Die Maßnahmen, die gemeinsam erarbeitet wurden, „tragen Früchte“. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren, als die eine oder andere Veranstaltung ausgeartet sei, habe es nun einen deutlichen Fortschritt gegeben.
Nach einer ersten Einschätzung ist auch Antia Müller von der unteren Verkehrsbehörde des Landratsamtes zufrieden mit dem Verlauf des närrischen Treibens.
Der Umzug in Knöringen verlief nach Angaben von Monika Riß, Präsidentin der Faschingsgesellschaft Knoronia, ebenfalls friedlich. Die Polizei musste nicht eingreifen oder Schlägereien schlichten. Nur das Rote Kreuz musste laut Riß das eine oder andere Mal ausrücken, weil die Fasnachter zu tief ins Glas geschaut hatten. Vor allem das Wetter habe gegen Ende des Faschings mitgespielt und den Teilnehmer und Besuchern noch ein paar schöne Umzüge beschert.
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