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22. November 2011 23:00 Uhr

Blasmusik

Flinke Klarinetten, strahlende Trompeten

Der Musikverein Bubesheim weiß sein Publikum zu begeistern

ASM-Vertreter Alois Brunhuber ehrte beim Musikverein Bubesheim treue Aktive: Gerhard Hanker (15 Jahre Musiker), Werner Ley (25 Jahre Musiker) und Nicole Lechleitner (15 Jahre Musikerin) (von rechts).
Foto: Paul

Bubesheim Kirchenhofbauer Georg Linder öffnet stets im Spätherbst seine geräumige Festhalle, lädt Musikfreunde ein zur Einkehr in die Gefilde gründlich gepflegter Blasmusik. Diesem Ruf folgten am Sonntagnachmittag sehr viele Bubesheimer Fans des vor 15 Jahren gegründeten Bubesheimer Musikvereins. Dort saßen auch Bürgermeister Ernst Walter und ASM-Vertreter Alois Brunhuber und zollten Anerkennung für das anspruchsvolle Programm.

Von Anfang an im Orchesterverein Bubesheim dabei sind Nicole Lechleitner und Gerhard Hanker, schon zehn Jahre länger widmet sich Werner Ley diesem Hobby. Verein und Allgäu-Schwäbischer Musikbund dankten diesem vorbildlichen Musikertrio mit silbernen Ehrenzeichen und Urkunden. Was passte da besser zum Gratulieren als der schneidige Konzertmarsch „Im Glanz der Sterne“. Applaus für die im bunten, schwäbischen Trachtenlook angetretene Bläservereinigung, viel Beifall für Alphornspieler Frank Hempe bei seinen „Erinnerungen an Altrei“.

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Unterhaltendes Moderatorenduo

Kreuz und quer, stets witzig und unterhaltend, führte das Moderatorenduo Martin Foag und Werner Betz zu „Jesus Christ Superstar“ und „New York New York“. Offenkundig wurden hier der Übungseifer und die konsequente Umsetzung beim anschließenden strammen Militärmarsch „Hoch Heidecksburg“.

Fachleute sahen in der Halle: Harald Dirr hat die Mannschaft ganz im Griff. Wie eine Eins stellte sich der Dirigent auf das Podium, wartete sekundenlang auf den Blick aller Musiker, zog damit auch die Hörer in seinen Bann. So zum Zerreißen gespannt durfte man den perfekten Darbietungen folgen, ein ums anderemal die Themen der Kompositi-onen voll auskosten.

Auf schönste Weise wiedergegeben wurde einer der Höhepunkte im zweistündigen Programm: der konzertante Walzer des Johann Strauss Sohn. Wie gemalt tauchte Wiens Landstrich „An der schönen blauen Donau“ über herbstlichem Flussnebel auf, gebot eine fröhliche Rast und lud zur Einkehr beim Heurigen ein. Die Bubesheimer folgten jedem Wink ihres souverän leitenden Dirigenten, kosteten die melodische Süße aus, drängten dann vorwärts, ehe sie ins rauschende Walzerfinale schwenkten. Zu Recht honorierten die Besucher dies mit nicht enden wollendem Beifall.

Ähnlich eindringlich Teil zwei des Spätnachmittags, als die Medleys „Abba Gold“ und „Conny Francis“ auf die Notenpulte gelegt wurden. Flinke Klarinetten, strahlende Trompeten und satte Hörner im Blechregister vereinten sich auch hier zu einem klangmächtigen Opus. So recht nach dem Gusto des Publikums war die Schnellpolka „Auf der Jagd“. Nach diesem meisterlichen musikalischen Halali erbat sich das Auditorium erfolgreich einige Zugaben. (ul)

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