Kreisbrandrat Robert Spiller war beeindruckt: "Das ist eine tolle Sache, wenn man herkommt und die Wirtschaft voll ist." 65 Mitglieder füllten das Vereinslokal Thalhofer bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Freihalden - ein Indiz für den hervorragenden Zustand der Wehr. Der 800-Seelen-Ortsteil der Marktgemeinde Jettingen-Scheppach verfügt über 46 Aktive, davon 16 Jugendliche. Zahlen, die Spiller mit dem Satz goutierte: "Freihalden ist auf einem guten Weg."

Als "wichtigen Bestandteil des Feuerschutzes in unserem Markt" bezeichnete Bürgermeister Hans Reichhart die Freiwillige Feuerwehr Freihalden.
Wie 1. Kommandant Christoph Schmid berichtete, wurde seine Truppe im vergangenen Vereinsjahr zu fünf Einsätzen gerufen, wobei der Brand eines Wohnhauses nahe der Hauptstraße in Jettingen den Löschmännern und -frauen am meisten abverlangte: Freihalden stellte am 10. November vier Atemschutzträger, zeichnete für die Wasserversorgung der Burgauer Kameraden verantwortlich und half mit, die Hauptstraße abzusperren und den Verkehr umzuleiten.
Die Inspektion am 3. Mai bestanden die Freihalder Brandschützer mit der Bewertung "gut". Spezial- und Gemeinschaftstrainings eingerechnet, präparierten sich die Aktiven das Jahr über bei 25 Übungen für den Ernstfall. Auf 13 Übungen brachte es die Jugendwehr, teilte Jugendleiter Simon Kreiner mit. Daneben wurde zum Beispiel die Laupheimer Flugplatzfeuerwehr besichtigt. Der Feuerwehrverein stattete den Nachwuchs mit 15 neuen Schutzanzügen aus, die Spinde dafür finanzierte ein Sponsor, der - so sagte 1. Vorsitzender Egon Spring - "öffentlich nicht genannt werden will". Der Vereinschef zeigte sich erfreut, dass "unsere Wehr im Gegensatz zu anderen keine Nachwuchssorgen plagen".
2. Kommandant Alfred Hieber machte jedoch auf Probleme anderer Art aufmerksam. Im Oberdorf sei der Wasserdruck zu niedrig, zu-dem weise die unterirdische Quell-Wasser-Zisterne an der Oberen Dorfstraße gegenüber dem Feuerwehrhaus allem Anschein nach Undichtigkeiten auf. Bürgermeister Reichhart sicherte zu, dass die Zisterne zusammen mit der Freihalder Wasserversorgung im nächsten Jahr saniert werde. Der Druck aus den Hydranten habe sich schon verbessert, seit im Wasserhaus neue Pumpen eingebaut worden seien.
Auch das zweite Anliegen, das Hieber vorbrachte, beschied Reichhart positiv: Um die Alarmierung zu optimieren (die Sirene ist je nach Windrichtung mitunter schlecht hörbar), werde die Gemeinde Funkmeldeempfänger, landläufig "Piepser" genannt, für die Freihalder Wehr anschaffen. Ortspfarrer Karl Schödlbauer lobte den Zusammenhalt in der Freihalder Feuerwehr: "Bei euch wird das Ehrenamt wirklich gelebt". (zg)
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: