Polizei warnt vor Folgen. In der Nacht zum Dienstag sind wieder mehr Beamte im Einsatz

Die Freinacht hat es in sich: Kinder und Jugendliche ziehen durch die Straßen, schrauben Gartentürchen ab, verstecken Blumentöpfe oder wickeln Briefkästen mit Klopapier ein. Über einige Untaten können die meisten wohl noch lachen. Doch viele Streiche gehen zu weit. Inzwischen sind handfeste Gesetzesverstöße und strafbare Handlungen in der Freinacht keine Seltenheit mehr, berichtet die Polizei. Deswegen werden in der Nacht zum 1. Mai wieder mehr Polizeibeamte als sonst im Einsatz sein.
Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West wurden in den vergangenen Jahren unzählige Straftaten im Zusammenhang mit der Freinacht registriert. In erster Linie sind es Sachbeschädigungen, aber es gibt auch immer wieder Fälle von gefährlichen Eingriffen in den Straßenverkehr.
Auch die Zahl der Körperverletzungen durch überwiegend alkoholisierte Personen hat laut Polizei über die Jahre hinweg zugenommen. So habe sich dieser Brauch inzwischen für manche zu einem Alibi für vorsätzlich begangene Straftaten entwickelt. Wer erwischt wird, muss mit Strafen rechnen. Neben den zivilrechtlichen Entschädigungsforderungen – die auch Kinder beziehungsweise deren Eltern treffen – sind auch strafrechtliche Konsequenzen zu fürchten.
So wurden in der Vergangenheit mehreren Jugendlichen, denen unter anderem Sachbeschädigungen an Fahrzeugen nachgewiesen werden konnten, bis zu 100 Stunden gemeinnützige Arbeit oder sogar Freizeitarrest auferlegt, berichtet die Polizei weiter.
Es soll jedoch nicht das Brauchtum unterbunden werden. Vielmehr habe auch die Polizei Freude an originellen Scherzen. Gerade aus diesem Grund bittet die Polizei die Eltern, mit ihrem Kinder zu sprechen und diese aufzuklären dass die, auf den ersten Blick vielleicht noch lustigen Späße, zu erheblichen Konsequenzen führen können.
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