Freitag, 9. Dezember 2016

05. Dezember 2013 10:34 Uhr

Premiere

Gemeinsam sind sie laut

„Rock the Big Band“, das Projekt des Burgauers Hermann Skibbe mit der Thilo Wolf Big Band, wird im Münchner Gasteig bejubelt. Bald gibt’s noch mehr davon zu sehen

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Big Band, Rock Band und ein einzigartiges Projekt: Im Münchner Gasteig feierte „Rock the Big Band“ von Hermann Skibbe aus Burgau und dem Fürther Big Band Leader Thilo Wolf Premiere.
Foto: Bernhard Weizenegger

Von Rebekka Jakob

München So viel Crossover war selten: Ein Franke und ein Schwabe am Münchner Gasteig. Eine 17-köpfige Big Band und drei Rocker. Ein Set aus Rock-Klassikern, das beim Jazz vorbei schaut. Das alles steckte in der Premiere des Projekts „Rock the Big Band“, die am Dienstagabend knapp 500 Besucher im Carl-Orff-Saal des Münchner Gasteig erlebten. Darunter natürlich auch viele Freunde von Hermann Skibbe aus Burgau, Harry Reischmann aus Ulm und Werner Saumweber aus Jettingen – die Band Skibbe, die zusammen mit der Thilo Wolf Big Band aus Fürth ihre CD präsentierten.

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Knapp ist es geworden für den gemeinsamen Fan-Bus der Skibbe-Band und der Günzburger Zeitung – fünf Minuten vor 20 Uhr erst hatte es der heimische Fan-Block durch den Münchner Feierabendstau geschafft. Gerade noch rechtzeitig, um den Opener des Abends zu erleben: „Black Night“. Das Stück, mit dem alles begonnen hat, als im Februar 2012 beim Konzert zum 20. Bühnenjubiläum von Thilo Wolfs Big Band zum ersten Mal Rock Band und Big Band aufeinander trafen, kam in München um einiges rockiger als damals in Fürth. Doch nicht immer bekommen Hermann Skibbe und seine beiden Bandkollegen die Oberhand – Thilo Wolfs Weltklasse-Instrumentalisten pochen im Laufe des Abends immer wieder auf ihr Recht und weisen mit solistischen Höhenflügen die Rockband in ihre Schranken.

Ein Battle auf der Bühne, der nicht nur dem Publikum im Gasteig sichtlich Spaß macht: Bassist Werner Saumweber lässt sich von Wolfs Backgroundsängerinnen Svenja Schmidt und Tina Lux neue Tanzschritte beibringen, Schlagzeuger Harry Reischmann lässt die Sticks wirbeln und Hermann Skibbe macht einen kleinen Ausflug mit seiner grünen Gitarre „Mrs. Green“, um bei Thilo Wolf – stilvoll am roten Flügel – mal nach dem Rechten zu sehen. Bei „The Boys are back in town“ geht der Spaß unter allen Beteiligten so weit, dass Hermann Skibbe sogar einen unfreiwilligen Sprint ans Mikro hinlegen muss, um seinen Einsatz gerade noch zu schaffen. War halt doch eine ziemliche Party auf der Bühne.

Trotz allem Spaß und aller Leichtigkeit: Dass da echte Spezialisten auf der Bühne stehen, merkt auch der Laie. Der begnadete Jazz-Pianist Thilo Wolf hat, wie Hermann Skibbe später hinter der Bühne sagen wird, „die Chrome de la Chrome“ hinter sich auf der Bühne. Trompeter Omar Kabir und Saxofonist Axel Kühn alleine könnten mit ihrer Kunst den ganzen Abend bestreiten, im Zusammenspiel mit dem Rest der Big Band und dem Klang der Rock-Band entsteht daraus eine kongeniale Klangwelt.

Und was Big Band-Drummer Ole Seimetz und Rock-Schlagzeuger Harry Reischmann in ihrem ganz persönlichen Duett auf die Bühne bringen, ist schlicht und einfach atemberaubende Stick-Akrobatik. Gemeinsam sind sie laut. Und richtig, richtig gut. Die Bands glänzen zusammen, zeigen aber auch jeder in einem eigenen Titel, woher sie musikalisch kommen – bei Skibbe ist „Wicked“ die rockmusikalische Visitenkarte des Abends. Und zwischen den gemeinsam bearbeiteten Klassikern des Rock wie „Burn“ und „Easy Livin“ reihen sich ganz ohne viel Aufhebens „A thing called Blues“ und „It ain’t over yet“ auch eigene Stücke der beiden Komponisten Skibbe und Wolf in die Setliste.

Wie das alles aussieht und vor allem klingt, das gibt es bald auch zu sehen: Während des Konzerts entstanden Filmaufnahmen, die irgendwann im kommenden Jahr im Bayerischen Fernsehen laufen sollen. Dass es am Ende des Konzerts Standing Ovations für„Rock the Big Band“ gab, haben die Kameras hoffentlich auch eingefangen. Sie waren nämlich mehr als verdient.

Am Freitag im Bayerischen Fernsehen

Mehr Rock the Big Band gibt es diese Woche im Fernsehen: Skibbe und Wolf sind mit ihrem Projekt am Freitag, 6. Dezember, bei der „Sternstunden“-Gala das Bayerischen Rundfunks aus Nürnberg (ab 19.45 Uhr). Am 13. Mai gibt es das Konzert noch einmal zu hören und zwar um 19.30 Uhr im Stadttheater Fürth.

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