Samstag, 3. Dezember 2016

22. Dezember 2013 07:50 Uhr

Offingen

Gesucht: ein lebendiges Jesuskind

Bei der Schnuttenbacher Feldweihnacht machen Erwachsene, Kinder, Kamele, Schafe, Ziegen, ein Galloway-Rind und Esel Obelix mit. Nur der Hauptdarsteller fehlt noch Von Peter Wieser

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Der Stall ist bereits aufgebaut und auf dem Dach leuchtet der große gelbe Stern: Fast alles ist bereit für die Feldweihnacht in Schnuttenbach. Nur der Hauptdarsteller fehlt. Bei der Generalprobe lag noch eine Puppe als Jesuskind in der Krippe.
Foto: Peter Wieser

Im vorigen Jahr ist für Gertrud Wiedemann ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen: In der Krippe lag ein lebendiges Jesuskind. Der kleine Samuel, damals gerade einmal vier Wochen alt. Seine Eltern, Karola Göppel und Sascha Holzheu, hatten sich spontan bei ihr gemeldet und ihren Wunsch erfüllt. „Vielleicht klappt es auch dieses Jahr wieder“, sagt Gertrud Wiedemann. Dann wären alle Darsteller der Schnuttenbacher Feldweihnacht „lebendig“. „Wenn es nicht so ist, müssen wir halt wieder mit der Puppe spielen.“

Auch wenn der Hauptdarsteller noch fehlt: Alles andere ist bereit für die Schnuttenbacher Feldweihnacht, die heuer zum achten Mal stattfindet. Am ersten Weihnachtsfeiertag ist es wieder so weit: Hunderte Besucher werden sich auf die Anhöhe in Schnuttenbach (Markt Offingen), dort wo die kleine Feldkapelle steht, kommen. Es ist kein gewöhnliches Krippenspiel: Rund 140 Personen wirken mit, vor allem Kinder sind die Hauptdarsteller. Neben richtigen Kamelen – irgendwie müssen ja auch die Heiligen Drei Könige hierher kommen – gehören auch Schafe, Ziegen und ein Galloway-Rind als Ochse dazu.

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Esel Obelix ist ein bisschen störrisch

Wie schon die vergangenen sechs Jahre wird auch dieses Mal Esel Obelix die Gottesmutter Maria bei der Herbergssuche auf seinem Rücken tragen. Vorausgesetzt er will: Bei der Generalprobe war er etwas störrisch, blieb plötzlich stocksteif stehen und fing – Maria auf dem Rücken – genüsslich an zu grasen.

Das Wetter hätte an diesem Tag nicht schlechter sein können. Schneeregen und ein kalter Wind hatten die 15 Kinder und ebenso viele Erwachsene jedoch nicht davon abgehalten, ein letztes Mal vor dem großen Auftritt die Szenen noch einmal durchzuspielen. Denn alles muss passen. Neben dem Auftritt der Darsteller muss von der Beleuchtung bis hin zur Tontechnik jeder Handgriff sitzen. Viele der Kinder blicken bereits auf eine mehrjährige Erfahrung bei der Feldweihnacht zurück. Aber es sind auch die zahlreichen Erwachsenen, die sich mit vollem Engagement für das Gelingen einsetzen.

„Es war nicht immer ganz einfach, die Tiere zu organisieren“, erzählt Gertrud Wiedemann. Sie sieht dies eher als eine Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Wenn die Feldweihnacht einmal nicht stattfinden würde, würde sie sterben, bemerkt sie. Neben dem Förderverein Feldkapelle Schnuttenbach ist Gertrud Wiedemann die Hauptorganisatorin und hält von Anfang an die Fäden in der Hand. Sie will die frohe Botschaft lebendig vermitteln – als Gegenstück zu Kommerz und Vermarktung der Weihnachtszeit. Im Mittelpunkt: der wahre Kern von Weihnachten.

Seit Mitte Oktober nach der Erstbesprechung hatte man sich regelmäßig getroffen, organisiert, geprobt und durchgesprochen. Immer neue Erfahrungswerte seien in all den Jahren dazugekommen. Zusammen mit Josef Koch und dem Feldweihnachtsteam stehen ihr dabei viele Schnuttenbacher zur Seite, es gibt immer wieder neue Ideen und Verbesserungen. „Bis jetzt hat immer alles gut geklappt“, erzählt sie. Nur vor einigen Jahren drohte ein starker Sturm das Ganze zu kippen. Die Schnuttenbacherin erinnert sich auch an das erste Jahr, in dem sie zusammen mit den Kommunionkindern das „Bethlehemlicht“ im Augsburger Dom abgeholt hatte. Das Licht wird in der Adventszeit von der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem aus über Wien über ganz Europa als Symbol des Friedens verteilt. Gertrud Wiedemann hütet übrigens ein solches seitdem bei sich zuhause. So wird auch in diesem Jahr ein Bethlehemlicht in kleinen Laternen an die Kinder verteilt.

„Alles gut“, sagt Gertrud Wiedemann an diesem Samstagnachmittag. Langsam ist es schon dunkel geworden. Sie freut sich, dass bei der Generalprobe alles so gut geklappt hat und gibt noch letzte Anweisungen an die mittlerweile etwas durchnässten Darsteller. Lediglich die Mitglieder des Sängerstammtisches, die die Feldweihnacht gesanglich begleiten, sind trocken geblieben – sie hatten sich in der Feldkapelle aufgestellt.

Die Schnuttenbacher Feldweihnacht beginnt am Mittwoch, 25. Dezember, um 17 Uhr auf der Anhöhe bei der Feldkapelle. Eintritt und Verpflegung sind frei, Spenden möglich. Die Rolle des Hauptdarstellers ist noch zu besetzen: ein lebendiges Jesuskind. Gertrud Wiedemann ist zu erreichen unter der Telefonnummer 08224/7351.

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