Der Günzburger Stadtrat wehrt sich gegen den weiteren Einsatz der schwereren Fallschirmspringer-Maschine am Landeplatz in Günzburg. Anwohner klagen über die Lärmbelastung Von Berthold Veh


Von Berthold Veh
Günzburg Der Streit zwischen Anwohnern der Mittelriedsiedlung und Fallschirmspringern am Günzburger Flugplatz schwelt weiter. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig teilte am Ende der Sitzung des Günzburger Stadtrats mit, dass weitere 120 Unterschriften der „Bürgerinitiative Donauried gegen Fluglärm“ vorlägen. Die Unterzeichner sprechen sich gegen den dauerhaften Einsatz der schwereren Fallschirmspringer-Maschine aus.
Der Landeplatzverein Günzburg will die Maschine des Typs Pilatus Porter dauerhaft am Flugplatz im Donauried etablieren und hat die Genehmigung dafür beim Luftamt Südbayern beantragt. Dagegen laufen Anwohner und auch der Günzburger Stadtrat Sturm. Die Stadt, so Jauernig, werde eine negative Stellungnahme zum Antrag des Landeplatzvereins abgeben. „Der Einsatz dieser Fallschirmspringermaschine stört die Sonntagsruhe und die Erholung am Wochenende durch intensiven Fluglärm“, stellt der Oberbürgermeister in dem Schreiben fest. Das Hochschrauben der Pilatus Porter in die Luft sei in vielen Stadtteilen zu hören und werde überall als störend empfunden. Die Stadt spricht sich in ihrer Stellungnahme „klar gegen jede Intensivierung und Ausdehnung des Flugbetriebs am Sonderlandeplatz Günzburg und insbesondere des Fallschirmspringerbetriebs aus“. Deshalb werden Einwendungen gegen den Einsatz einer Maschine mit einem Abfluggewicht von drei Tonnen, wie es der Verein beantragt hat, erhoben. Jauernig sagte: „Die sportliche Betätigung einiger weniger, von denen die meisten gar nicht hier wohnen, darf nicht zulasten vieler gehen.“
Vorsitzender des Fallschirmsportclubs ist Christian Dexle. Er sagt, der Verein werde durch die Stadt und die Bürgerinitiative „ungerecht behandelt“. Dexle betont: „Wir haben die Flugzahlen durch die schwerere Maschine drastisch reduziert – um über 40 Prozent. Die Lärmbelastung wurde durch weniger Flüge definitiv geringer.“
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