Martin Endhardt, Freier Architekt aus Günzburg, ist ein gefragter Mann, wenn es um Passivhäuser geht. Bei Veranstaltungen wird er nicht selten als „Passivhaus-Papst“ bezeichnet. Wie gefragt Endhardt ist, zeigt eine Einladung zu einer 14-tägigen Studienreise nach Chile (Südamerika), die der 48-Jährige vor Kurzem absolvierte.
Im Rahmen einer internationalen Tagung hatte die Universität Bio Bio im chilenischen Concepcion den Günzburger eingeladen, über seine Erfahrungen im Bau von Passivhäuser zu berichten. Conception liegt etwa 400 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile. Neben einem Vortrag beim internationalen Symposium hielt Endhardt vor Studenten Vorlesungen und unterstützte die Forschungsarbeit für den Bau des ersten Passivwohngebäudes in Chile.
Chile teilt sich in vier Klimazonen. Dabei ist die in Patagonien, in der sich Endhardt während dieser Reise eine Woche lang aufhielt, vergleichbar mit jener im Allgäu. „Die Entwicklung des chilenischen Baustandards, der vor allem in der Region Patagonien besichtigt wurde, ist ein Ziel der Einladung durch die Universität Bio Bio“, berichtete der Passivhausplaner nach seiner Rückkehr.