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20. März 2010 06:40 Uhr

Haustierbesitzer in der Pflicht

Einen Hund zur Gesellschaft, ein Meerschweinchen für die Kinder, einen Hasen für den Garten - Haustiere werden viel zu oft als Ersatzpartner, als Spielzeug oder als Dekorationsgegenstand betrachtet. Dabei sind sie nur eines: Tiere. Sie erfordern eine artgerechte Haltung, viel Zeit und Zuwendung und sie kosten Geld.

Wer ein Haustier bei sich aufnimmt, sollte sich das sehr gut überlegen. Denn für Tiere gibt es keinen Sperrmüll und keine Altkleidersammlung. Auch wenn das Tierheim gerne als solche gesehen und genutzt werden will.

An praktisch jedem Tag steht ein Haustierbesitzer vor dem Günzburger Tierheim "Arche Noah" und möchte seinen Vierbeiner abgeben. Zusätzlich zu den 450 Fundtieren und abgegebenen Tieren, die dort im Jahr aufgenommen wurden.

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Die Tierheim-Mitarbeiter leisten hervorragende Arbeit. Sie fahren nachts raus, um streunende Hunde aufzusammeln und kümmern sich über Jahre um alte Tiere, die nicht mehr vermittelt werden können. Selbstverständlich nehmen sie Tiere auf, wenn deren Besitzer krank werden oder gestorben sind. Und sie helfen allen, die das wünschen, bei der Vermittlung ihres Haustieres.

Doch es ist definitiv nicht ihre Aufgabe, jedes vierbeinige Weihnachtsgeschenk aufzunehmen, das sich im Alltag als zu anstrengend entpuppt hat. Und sie müssen sich schon gleich gar nicht beschimpfen lassen dafür, dass sie nicht in der Lage sind, den unüberlegten Spontan-Kauf anderer auszubügeln.

Dazu muss sich der Tierschutzverein als Betreiber des Tierheims auch noch mit Gemeinden herumärgern, die einer Pauschalfinanzierung nicht zustimmen wollen. Zur Zahlung bei Fundtieren sind diese ohnehin verpflichtet. Der Verein ist trotzdem noch auf Spenden angewiesen. Die Pauschalregelung ist lediglich eine Arbeitserleichterung.

Leidtragende sind am Ende immer die Tiere. Sie werden herumgestoßen, aus gewohnter Umgebung gerissen, von vertrauten Menschen getrennt. Es mag verschiedenste Gründe geben, sich von seinem Haustier wieder trennen zu wollen. Diese müssen nicht immer verwerflich sein. Doch es ist das Mindeste, sich in diesem Fall selbst um ein schönes neues Zuhause für Hund, Katze oder Hamster zu kümmern. Sie sind schließlich Lebewesen wie wir.

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