Günzburg Auch die zweite Auflage des Adventskalenders des Lions Clubs Günzburg war ein großer Erfolg: 30000 Euro kamen durch den Verkauf der 6000 Exemplare zusammen. 20000 Euro fließen nun in die Ausbildung eines Augenarztes in Afrika, 10000 Euro gehen an die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung. Gestern überreichten die Initiatoren der Lions, Präsident Stephan Schmidt, Schatzmeister Gerhard Rössler sowie Dr. Karen und Dr. Hans-Jürgen Sattler, den Vertretern der Kartei der Not und der Günzburger Zeitung einen Spendenscheck über 10000 Euro für Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind.
Hans-Jürgen Sattler brachte beeindruckende Zahlen mit: Die Anzahl der Spenden, die die Teilnehmer an der Adventskalender-Aktion 2011 als Preise gewinnen konnten, stieg im Vergleich zum Vorjahr von 229 auf 284. Sie hatten einen Gesamtwert von 23000 Euro (2010: 19000 Euro). „Die Spendenbereitschaft im Raum Günzburg ist phänomenal“, stellte der Mitorganisator fest. Auch die Zahl der Sponsoren sei gestiegen: von 83 auf 104. Die Kalender mit den individuell aufgedruckten Losnummern seien binnen weniger Tage vergriffen gewesen. „Schon heute gibt es Wünsche, für dieses Jahr Kalender zu reservieren“, verriet Sattler. Der Erfolg sei zum einen der guten Zusammenarbeit mit der GZ zu verdanken, lobten die Lions-Vertreter. Zum anderen hatte der Service Club alle wichtigen Leute „an Bord“: Dr. Ralf Strassner malte das Titelmotiv, Horst Walz produzierte in seiner Firma Ludo Fact den Kalender und Notar Martin Wachter überwachte die Ziehung der Gewinnnummern. „So entstanden keine Kosten, die uns das Ergebnis kaputtmachen“, meinte Sattler.
Susanne Donn, Geschäftsführerin der Kartei der Not, und Leitender Redakteur Jörg Sigmund, Mitglied des Kuratoriums, sagten herzlichen Dank für die Spende im Namen der Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind. „Wir haben 2011 im Kreis Günzburg in 60 Fällen helfen können“, berichtete Donn. Bei etwa einem Viertel habe es sich um fehlendes Heizmaterial gehandelt. „Alleinerziehende mit Kindern, Schwerbehinderte oder ältere Menschen mit kleiner Rente saßen in ihren kalten Wohnungen. Sie waren auf unsere und Ihre Hilfe angewiesen“, sagte die Geschäftsführerin. Präsident Schmidt und seine Mitstreiter kündigten an, dass die Lions mit dem Großteil des Erlöses die Ausbildung eines Augenarztes in Kenia finanzieren wollen. „Viele junge Afrikaner leiden unter Blindheit. Sie können nicht zur Schule gehen und fallen als Ernährer für ihre Familien aus.“ Eine wichtige Botschaft am Schluss: Der Lions Club will seine Kalender-Aktion 2012 wiederholen – mit einer Auflage von 7000 Stück und vielen Preisen. (alk)